Bulgarien: die Tabak-Lokomotiven

Gestern besuchten wir noch Kaloyanovets; ein kleines Dorf im Nirgendwo. Aber mit einem Bahnhof. Und mit was für einen, einem Dampflok-Friedhof!
Bulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-Lokomotiven
Bulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-LokomotivenGleich hinter dem Bahnhof von Kaloyanovets, unweit von Stara Sagora, hat die bulgarische Eisenbahnverwaltung einst eine grosse Zahl von Dampflokomotiven eingelagert. Sie dienten als „strategische Reserve“ und sollten im Kriegsfall, wenn die anderen Züge oder das Stromnetz zerstört wären, in den Einsatz kommen. Der Ernstfall kam nicht und die Dampfloks schlafen seither friedlich im Gebüsch.
Bulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-LokomotivenAuch heute stehen die Dampflokomotiven noch in ihrem Versteck. Hier in Kaloyanovets sind es etwa fünfzehn Dampfloks, einige Dieselloks, ein Schienenkran und zahllose Personen- und Güterwagen. Alles rostet leise vor sich hin und das Grünzeug klettert durch alle Ritzen.
Bulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-LokomotivenBulgarien: die Tabak-LokomotivenMehrere sind deutsche Einheitsdampflokomotiven aus den 1930-er Jahren. Damals kaufte die bulgarische Bahn 23 dieser Dampfloks. Sechs davon wurden von der „Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik“ in Winterthur hergestellt und nach Bulgarien geliefert. Mangels Geld bezahlte sie Bulgarien mit Tabak, weshalb sie heute „Tabakloks“ nennt. Vor einigen Jahren wurde eine der Loks in die Schweiz zurückgeholt und nun wieder hergerichtet.

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