Bring-ein-Gerücht-in-Umlauf-Tag – der amerikanische Start a Rumor Day

Schon gehört? Der 13. November steht im Jahreskalender unserer transatlantischen Nachbarn in den USA ganz im Zeichen unverbürgter, sich diffus verbreitender Nachrichten. Denn dieses Datum begeht man in den Vereinigten Staaten auch als den sogenannten Start a Rumor Day (dt. Bring-ein-Gerücht-in-Umlauf-Tag). Grund genug, diesem Anlass einen eigenen Beitrag in der Sammlung der kuriosen Feiertage aus aller Welt zu spendieren und seine Geschichte mit den folgenden Zeilen etwas näher zu beleuchten. Warum sollen wir heute also die Gerüchteküche befeuern?

Wer hat den Start a Rumor Day ins Leben gerufen?

Obwohl es inhaltlich durchaus passend erscheint, gilt leider auch im Falle des heutigen Start a Rumor Day, dass kaum etwas über seine Ursprünge bzw. Hintergründe bekannt zu sein scheint.

So konnte ich im Zuge der Recherchen für den vorliegenden Beitrag weder einen Hinweis auf einen möglichen Initiator noch das konkrete Gründungsjahr herausfinden. Ob dies allerdings für die Feststellung reicht, dass es sich auch bei der Existenz dieses Anlasses um ein Gerücht handelt, wage ich zu bezweifeln. 😉

Warum fällt der US-amerikanische Ehrentag der Gerüchteküchte auf den 13. November?

Vor diesem Hintergrund verwundert es dann eigentlich auch nicht weiter, dass sich die zuvor skizzierte Unklarheit auch mit Blick auf das gewählte Datum fortsetzt. Insofern ist hier eher von einer relativ willkürlichen Setzung im Kalender der kuriosen Welttage auszugehen. Heißt es zumindest gerüchteweise. 😉

Ob es darüber hinaus eine inhaltliche Verbindung zum ebenfalls heute begangenen Welt-Nettigkeitstag (engl. World Kindness Day) gibt, bleibt allerdings unklar. Dürfte auch inhaltlich nicht wirklich zusammenpassen.

Was ist ein Gerücht? Versuch einer definitorischen Annäherung

Sprachlich leitet sich der Begriff des Gerüchts vom griechischen pheme bzw. phama; lat. fama ab und wird in seiner allgemeinen Bedeutung häufig auch synonym mit den Begriffen Klatsch, Tratsch oder moderne Sage bzw. urbanen Mythos (engl. Urban Myth) benutzt. Noch deutlicher findet sich diese Bedeutung im französischen Wort Ondit (abgeleitet von on dit, dt. man sagt).

Im Gegensatz zu Tratsch und Klatsch die hierin berichteten Ereignisse in der Regel nicht einer bzw. einer konkreten Einzelperson zugeschrieben, sondern in allgemeinere Kontexte gesetzt. Dies ist umgekehrt natürlich auch eine Schutzfunktion für die aufgestellte Behauptung, die sich dadurch nur bedingt überprüfen bzw. verifizieren lässt.

Demgegenüber zeichnet sich der Urban Myth dadurch aus, dass konkrete Personen zwar vorhanden sind, in der Regel aber nicht namentlich erwähnt werden. Alternativ gibt es hier aber auch Varianten, bei denen die erwähnten Individuen mit unverfänglichen Durchschnittsnamen auftauchen (z.B. Schmitz, Meier, Müller usw.).

In einem skeptisch geprägten Kontext bzw. einer nachgewiesenen Unwahrheit bezeichnet man mit dem Begriff Gerücht häufig auch eine Legende bzw. ein Märchen im Sinne von: Ich halte diese Behauptung für ein Gerücht.

Eine Sonderform des Gerüchts findet sich in der Politik, wo sie der Propaganda zugerechnet wird. Diese Konnotation findet sich dann auch in verwandten Begriffen wie Flüsterpropaganda, Latrinenparolen oder Stammtischparolen.

In diesem Sinne: Kommt hoffentlich ohne Gerüchte durch den heutigen Start a Rumor Day. Egal ob in den USA, in Deutschland oder sonst wo auf der Welt. 🙂

Weitere Informationen zum US-amerikanischen Bring-ein-Gerücht-in-Umlauf-Tag


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