Bosse sind die Gewinner des Hamburger Musikpreises HANS

Foto: gen.

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Am 27. November 2013 wurde im Mojo Club der Hamburger Musikpreis HANS verliehen (Musik-Schlagzeile berichtete über die Vorbereitungen). Gleich vorab: Bosse sind mit Auszeichnungen in drei Kategorien die großen Gewinner des Abends.

Bosse erhielt den HANS für den „Hamburger Künstler des Jahres“, die „Herausragende Hamburger Künstlerentwicklung“ und den „Song des Jahres“ für „So oder so“. Die Jury: „Axel Bosse ist der bodenständige Bote einer grundsätzlich positiven Sicht auf die Welt. Natürlich ohne blöde Gute-Laune-Suggestion, sondern mit Realismus, dem Blick für die kleinen Dinge, die schmerzen, und die großen Dinge, die richtig wehtun. Natürlich mit Selbstironie und vor allem einer sichtbaren Bescheidenheit.“

Die Sendung N-JOY NEU und ihr Reeperbus, der während des Reeperbahnfestivals als Konzertlocation präsentiert wurde, wurde als „Hamburger Medienformat des Jahres“ ausgezeichnet. Das Radioprogramm N-JOY stellt in seiner Sendereihe musikalische Neuentdeckungen und Raritäten vor und lässt die Künstler selbst zu Wort kommen.

Zur „Hamburger Produktion des Jahres“ wählte die Jury das Album „Amygdala“ von DJ

Foto: Hans-2013-Preistrõger-Bosse-Photocredit-PublicAddress gen.

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Koze. Seit mehr als 20 Jahren prägt Stefan Kozalla in verschiedenen Formationen wie Fischmob oder International Pony die Hamburger Musikszene. Den HANS für die „Hamburger Programmmacher des Jahres“ erhielt Michelle Records und seine Schaufensterkonzerte. Im Jahr 1977 eröffnete Michelle Records in der Hamburger Innenstadt. Dort finden seit 2000 regelmäßig Konzerte statt und das Schaufenster wird zu einer Bühne umgebaut, die Hamburger Künstler und internationale Stars wie zum Beispiel Glen Hansard gerne nutzen.

Die künstlerisch wertvollste und kreativste Verpackung hat in diesem Jahr das Grafik-Design-Duo Rocket & Wink abgeliefert – und das gleich zwei Mal. Den HANS für die „Hamburger Gestaltung des Jahres“ erhalten Rocket & Wink sowohl für ihr Design zum Reeperbahnfestival als auch für ihre Leider-Geil-Kampagne der Band Deichkind. Selbst während der Verleihung im Mojo Club lüftete das Duo das Geheimnis um seine Identität nicht und erschien in Masken.

Als „eine wunderbare Mischung aus Rap und Singer/Songwritertum, aus zornigen Zeilen und sanftem Vortrag, aus Depression und Euphorie“ beschreibt die HANS-Jury das Debüt-Album „Meer“ von Fayzen, der mit dem HANS für den „Hamburger Nachwuchs des Jahres“ geehrt wurde und von der Hamburger Volksbank ein Preisgeld von 2.000 Euro erhielt.

Ein HANS-Sonderpreis der Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft (IHM) ging an den Hamburger Sitz des internationalen Major-Labels Warner Music. Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central Europe, nahm den HANS stellvertretend für sein Team entgegen. Die Jury wollte die Vergabe auch als ein Statement zum Musikstandort Hamburg verstanden wissen: „Die Musikwirtschaft braucht starke engagierte Persönlichkeiten, die für erfolgreiche Unternehmen stehen, eine klare Meinung haben und diese auch verantwortlich vertreten.“

Zum Rahmenprogramm des diesjährigen Hamburger Musikpreises zählten Live-Acts von Lùisa, Fayzen, Rakede, Bosse und Swearing At Motorists.

Recherche und geschrieben Heidi Grün


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