Bogenarten und ihre Funktionsweise

Heute werden Pfeil und Bogen hauptsächlich im Bogensport genutzt. Der Pfeil wird eingespannt, dann hebt der Schütze den Bogen langsam und richtet die Augen auf sein Ziel. Der Bogensport ist faszinierend und besitzt eine lange Tradition. Schon im Altertum kamen die Geräte zur Verwendung. Damals stand allerdings nicht die sportliche Herausforderung im Mittelpunkt. Die Geräte wurden zum Erlegen des Wildes für den Nahrungsbedarf verwendet. Außerdem wurden sie in Kriegszeiten von den Soldaten genutzt, die wahre Experten im Umgang darin waren. Das stärkste Gerät konnte zur damaligen Zeit einen Krieg entscheiden. Was Pfeil und Bogen zum idealen Prepper Werkzeug macht. Von besonderer Bedeutung war dabei natürlich die Auswahl des richtigen Bogens.

Unterschiedliche Bögen

Traditionelle Bogenschützen schießen Langbögen und Recurvebögen in unterschiedlichen Varianten, aber ohne Benutzung von Visiereinrichtung. Der erfahrene Schütze verlässt sich auf seine intuitiven Fähigkeiten, die er sich durch Übung erworben und verfeinert hat. Diese Fähigkeit werden als Auge-Hand-Koordination bezeichnet und sollten von jedem Prepper trainiert werden. Heute beweisen die besten Schützen ihr Talent in der freien Natur. Bei Veranstaltungen wird häufig im Wald, Gebirge und auch in unmittelbarer Nähe mittelalterlicher Burgen zu dem bekannten Schießgerät gegriffen.

Welche Bögen kommen hauptsächlich zum Einsatz?

Am häufigsten verwendet man den Langbogen, der auch als Primitiv-Bogen oder Selfbow bezeichnet wird. Diesen kann der Prepper leicht selbst herstellen. Traditionsgemäss ist er nicht mit Zielhilfen ausgestattet, sondern wird instinktiv geschossen. Dazu werden Holzpfeile verwendet.Der Reiterbogen ist viel kleiner als die anderen Bögen. Er wurde hauptsächlich von Kriegern auf Pferden eingesetzt. Man kann ihn aber auch vom Boden aus abschießen. Der Reiterbogen wird aus Holz und Horn angefertigt und unterscheidet sich in Länge und Form von den anderen Bögen. Die geringere Größe erleichtert den Transport in einer Krisensituation.
Ein weiteres, traditionelles Gerät ist der Recurvebogen, der auch Jagd-Recurve oder Jagdbogen genannt wird. Er entstand aus den asiatischen Bögen und wird entweder aus einem oder drei Teilen angefertigt. Diese Art von Bogen vereint, durch seine Zerlegbarkeit, das kleine Packmaß des Reiterbogen mit der Durchschlagskraft und Präzision des Langbogens. Der Schütze benutzt beim Recurvebogen Holz- oder Alupfeile und schießt ohne Zielhilfe. 
Der Blankbogen, auch als Bare Bow bezeichnet, zählt zu den Recurvebögen und wird ebenfalls ohne die Benutzung von Zielhilfen und Stabilisatoren abgeschossen. Bei diesem speziellen Gerät zielt der Schütze über den Pfeil und schießt nach Gefühl. Als Zielhilfe dient dabei das als Stringwalking bekannte Verfahren. Hierbei greift der Schütze mit seinen Fingern die Sehne unterhalb des Nockpunktes. Dabei werden Carbon-, Alu und Alucarbonpfeile eingesetzt.
Die sogenannten olympischen Bögen werden bei olympischen Spielen verwendet. Dieser ist ebenfalls ein Recurvebogen. Bei dieser Bogenart kommen Stabilisatoren und Visiere zum Einsatz. Der Recurvebogen kann durch seine gebogenen Wurfarme, die als Recurves bezeichnet werden und ihm den Namen Recurvebogen verliehen, mehr Energie transportieren. Er besitzt einen deutlich höheren Wirkungsgrad als die Langbögen. Ein Recurvebogen lässt sich in drei Teile zerlegen und kann so praktisch transportiert werden. Die Wurfarme werden für den Transport abgenommen.
Der Compoundbogen kommt aus den USA und arbeitet mit dem Flaschenzugsprinzip. Dadurch unterscheidet er sich von den anderen Bogenarten. An den Bogenenden des Compoundbogens befinden sich Rollen. Auch Exzenter sind dort angebracht. Werden die Bögen ausgezogen, wickelt sich ein Stahlkabel oder die Sehne um den Exzenter und übernimmt dabei teilweise die Funktion der Zugkraft (Flaschenzugprinzig). Deshalb erhöht sich bei steigendem Auszug die Kraft zunächst. Wird das Gipfel-Zuggewicht dann überschritten, nimmt diese schlagartig ab. Der Schütze verfügt bei einem voll ausgezogenen Gerät nur noch über einen Bruchteil des ursprünglich Zuggewichts.Diese Zugreduzierung beträgt bis zu 80 Prozent. Dadurch können die Schützen die Bögen viel ruhiger halten und das Ziel einfacher anvisieren. Als Hilfsmittel werden ein Visier mit Wasserwaage oder das Scope (Vergrösserungsglas) benutzt. Auch die Verwendung des Peep-Sight (Sehnenguckloch) ist üblich. Der Abschuss wird mit einer Auslösehilfe, die als Release bezeichnet wird, ausgelöst. Durch die eingesetzten Stabilisatoren wird der Schuss gedämpft und der Bogen behält das Gleichgewicht. Diese Bogenart ist für die Jagd sehr gut geeignet, da der Bogen sehr ruhig gehalten werden kann. Allerdings sollte sich der Prepper darüber im Klaren sein, dass diese Geräte sehr empfindlich und die Reparatur und Wartung sehr aufwändig sind. Zum Schießen verwendet man Carbon-, Alu und Alucarbonpfeile.

Die richtigen Bögen entscheiden über den Erfolg

Die Bögen unterscheiden sich voneinander und haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Zu beachten gilt es, dass eine unterschiedliche Ausprägung zwischen Pfeil und Bogen zu Unterschieden beim Zielen und Pfeilflug führt. Anfänger sollte keine Reiterbögen verwenden, da sie diese beim Zielen schwer unter Kontrolle behalten können. Für die Neulinge beim Bogenschießen empfiehlt sich ein Recurvebogen, der einfacher zu halten ist. Reiterbögen werden von erfahrenen Preppern verwendet und zeichnen sich durch ihre Vorteile aus. Sie sind praktisch und leichter zu transportieren.

Pfeile

Der ideale Pfeil ist perfekt gearbeitet. Die Befiederung des Pfeils dient dabei zur Stabilisierung der Flugbahn. Ebenfalls von Bedeutung sind die Länge des verwendeten Pfeils, das Gewicht und die Steifigkeit des Pfeilschafts.
Holzpfeile bestehen aus Zedern- oder Pinienholz. Sie können aber auch aus anderen Hölzern gefertigt werden. Einen Holzpfeil kann der Prepper selber herstellen und hat somit immer genug Munition. Aluminiumpfeile sind mit einem Alumiumschaft versehen und in unterschiedlichen Durchmessern und Wandstärken erhältlich. Carbonpfeile werden aus kleinsten, miteinander verklebten Carbonfasern hergestellt. Die Pfeile sind äußerst stabil, leicht und schnell. Bei Alu-Carbon Pfeilen wird der Aluminiumkern von Carbonfasern ummantel, um einen leichten Pfeil herzustellen. 

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