„Bleach“ (plus Live-Album) von Nirvana

Nirvanas Debüt habe ich zuerst 1993 erworben, damals bereits als Neuauflage nach dem großen Erfolg mit Nevermind 1991. Zum 20-jährigen Bleach-Jubiläum wurde 2009 eine Deluxe-Edition veröffentlicht: Schönes Papp-Klapp-Schuber, tolles Booklet, remastered und mit einem kompletten Konzert vom Februar 1990 aufgepeppt.

Die 13 Bleach-Songs hätten keine Überarbeitung gebraucht. Für die kolportierten 600 Dollar, die damals im Studio blieben, hat Produzent Jack Endino tolle Arbeit geleistet. Die elf Live-Aufnahmen sind allein schon jeden Cent wert: Sicher eine der besseren Nirvana-Live-Dokumente – ich denke schaudernd an die Wishkah-Compilation von 1996. Schade nur, dass die Verpackung irreführt: Es handelt sich nicht um eine Doppel-CD, sondern das Konzert wurde (im Gegensatz zur Vinyl-Version) mit dem Album auf eine CD geknallt. Wenn ich den Einführungspreis von 18 Euro gezahlt hätte, wäre ich etwas sauer. Dennoch: Ich traue mich nun wohl an das ebenfalls 2009 veröffentlichte Reading-Album ran.

(Album: 9 Punkte, Live-Mitschnitt: 7 Punkte)


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