Biss der Piranha / Von der Menschenbösheit

Kommentare zu dieser Veröffentlichung der Piranha-Fanges in Kroatien sind lustig gewesen. Manchmal sogar in einem rein politischen Sinn. Man erdreistete sich sogar, die Raubfischen mit den Politikern gleich zu setzen. Da behauptete einer, das ist überhaupt keine Piranha, sondern ein Karpfen, der über die politische Zustände in Kroatien erbost ist und Zähne zeigt. Der Post kommt bestimmt von einem Umweltschützer, der dazu auch noch ein grosser Skeptiker ist.

Noch viel lustiger ist der Post von einer gewissen Lola. Die kann angeblich die genaue Anzahl der Piranhas in der Drau angeben. Es sollen im Ganzen 4 Stück sein – falls sie alle ihre Freilassung aus dem heimischen Aquarium überlebt hatten. Egal ob diese Lola die Piranhas tatsächlich selbst freigelassen hatte, oder nicht, das ist vermutlich die ganze Wahrheit, denn anderswie hätten die Piranhas niemals in die Drau geraten können.

Es steht nun zur Diskussion, aus welchem Grund jemand seine Lieblinge in die harte Natur freilässt? Meistens ist da natürlich der Überdruss an dem Gottesvieh im Spiel. Man sieht ein, mit der Betreuung überfördert, genervt oder angeekelt zu sein – und hops ist der exotische Gast in der freien Wildbahn des Gastlandes und hat zu sehen, wie er da, unter total fremden Überlebensbedingungen durchkommt.

Es gibt aber mit Sicherheit auch solche, die sich aus purer Bosheit giftiges und anders gefährliches Viehzug verschaffen, in der fiesen Absicht die Tier in die Öffentlichkeit zu platzieren, um damit möglichst grosse Panik und Aufruhr zu verursachen. Als ich mich damals auf den kanarischen Inseln herumtrieb, fragte ich mich öfters, wann es dem ersten Schlaumeier einfällt, die Brut der hochgiftigen Sahara-Skorpione auf die Inseln zu schmuggeln und da in die Natur zu setzen. Unter den fabelhaften Bedingungen jener glücklichen Inseln würde die Skorpion-Population über die Nacht explodieren – und die Canarios hatten ein ernsthaftes, ganz böses Problem.

Das gleiche Problem hätten die Canarios, würde man bei ihnen einige hochgiftigen Mambas oder Korallenotter aussetzen. Die Inseln, die an sich keine giftige Zoologie kennen, wären von solchen Exemplaren im Nu überrannt (= überbevölkert). Oder man setzt nur einige Dutzend gefrässigen Heuschrecken aus.

Warum sollte das jemand tun?

Aus purer Bosheit, natürlich. Man beobachte empirisch, dass die Zahl der Soziopathen in gutem Wachstum begriffen ist: immer mehr Menschen werden grundlos böse und suchen, ihren Mitmenschen das Leben möglichst schwer und unnötig kompliziert zu machen, und wenn es geht dann die ganze Existenz total zu versauen. Und mit so einem Wurf, Skorpionen auf die Kanarischen Inseln auszusetzen und damit den grossen Massen die Existenzen versauen oder ihnen sonst wie Lebensfreude nehmen wird, das wäre für einen Soziopathen schon das Höchste des Gefühls.

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