Bildung für Alle!

Migranten sind dümmer als Deutsche. Dies wird durch die Forderung nach einem Intelligenz-Test für Zuwanderer von Seiten der Union bereits impliziert. Wäre ein bestimmter Grad der Intelligenz nämlich Bedingung für eine Aufenthaltserlaubnis in diesem Lande, so würde dieser schließlich bei jedem Bundesbürger nachgewiesen werden müssen. Da ein Test allerdings nur für Migranten gefordert wird kann man davon ausgehen, dass das Bestehen eines solchen Tests auch nur in ihrem Falle in Frage gestellt wird. Ergo: Migranten sind dümmer als Deutsche. Damit aber eine solche Aussage kein neofaschistisches, rassistisches Klischee bleibt, reicht es auf Dauer alleine nicht aus den Migranten ihre vermeintliche Dummheit so lange vorzuwerfen, bis sie schließlich selbst daran glauben. Vielmehr sind hier praktische Maßnahmen gesucht und offenbar auch gefunden worden.

Dies zeigt das Beispiel von Leila (Leila ist nicht “herzlich willkommen”) , welcher trotz bester Voraussetzungen und Eignung der Weg zu einer höheren Schulbildung systematisch versagt wurde und dies ganz offensichtlich auf Grund von eindeutig rassistischen Vorurteilen und Vorbehalten ihrer Person gegenüber. Ihr Fall macht deutlich, dass es für ein muslimisches Migrantenkind in der Praxis dann doch nicht so einfach ist, der allgegenwärtigen Forderung nach mehr Bildung und schulischem Engagement nachzukommen. Darüber hinaus drängt sich hier der Verdacht auf, dass dies auch gar nicht wirklich erwünscht ist. Warum sonst sollte einem offensichtlich so begabten Kind der Weg zu einer höheren Bildung so schwer gemacht werden, wenn es nicht der Erfüllung eines dumm-dreisten, rassistischen Klischees dient? Tatsächlich bedient man sich hier sogar des einen Vorurteils um das nächste zu stützen. Wie sonst ließe sich der Zusammenhang zwischen einem Einschulungsgesuch und der Feststellung, dass es sich bei Leila um eine Muslimin handelt, bei denen die Schulvertreterin immer gleich an „den letzten Ehrenmord in Köln denken muss“ herstellen? Es stellt sich die Frage, welche Werte an einem deutschen Gymnasium vermittelt werden, deren Vertreterin sich nicht schämt ihre soziale und geistige Ohnmacht derart ungeniert zur Schau zu stellen?

Fraglich ist in diesem Zusammenhang auch, wie viele der deutschen Staatsbürger, den von der Union geforderten Intelligenztest für Migranten überhaupt bestehen würden? Ein Blick auf die letzte Pisa-Studie lässt hier zumindest nichts Gutes ahnen und eben dieser Umstand bietet eine mögliche Erklärung für die Erlebnisse der kleinen Leila: Vielleicht möchte man einfach keine Migranten sehen, welche auf Grund eines höheren Bildungsgrades den „Einheimischen“ in den entscheidenden Disziplinen des Lebens immer wieder eine Nasenlänge voraus sind. Schließlich sind es die gebildeten Köpfe einer Gesellschaft, welche sich in der Regel anschicken diese zu führen und nicht selten auch zu beherrschen. Natürlich könnte man auch einfach mehr Mittel für die Bildung der „Einheimischen“ bereitstellen, um das allgemeine Bildungsniveau zu heben und diese wieder geistig konkurrenzfähig zu machen. Aber da wohl nur ein ungebildetes Volk bereit ist, faschistische und rassistische Klischees zu schlucken, werden wir dies wohl so schnell nicht erleben.

Abu Sakinah


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