Bilderstrom — Der Rhein in der Fotografie

Bilderstrom – Der Rhein und die Fotografie 2016-1853 (Foto: Valeska Achenbach und Isabela Pacini, Ohne Titel, 2003)Der Rhein erweist sich seit den Anfängen der Foto­grafie immer wieder als bild­schöpfender Fluss: als „Vater Rhein“, national umkämpfte Grenz­linie, Sehn­suchts­land­schaft, öko­logisch bedrohtes Biotop, tages­touristisches Aus­flugs­ziel, öko­nomische Lebens­ader, urbaner Alltags­raum, Sinn­bild Europas oder als ewig mäanderndes Fließ­gewässer. Eine Ausstellung im Bonner LVR-Landes­museum zeigt bis zum 22. Januar 2017 Foto­grafien von 62 bedeutenden euro­päischen Foto­grafen.

Ausstellungsbeschreibung

„Bilderstrom – Der Rhein und die Fotografie 2016-1853“ versammelt rund 260 eindrucksvolle Fotografien von 62 bedeutenden europäischen Fotografen aus 163 Jahren. Ob als „Vater Rhein“, national umkämpfte Grenzlinie, Sehnsuchtslandschaft der (Post-)Romantik, ökologisch bedrohtes Biotop, tagestouristisches Ausflugsziel, ökonomische Lebensader, urbaner Alltagsraum, Sinnbild Europas oder als ewig mäanderndes Fließgewässer: der Rhein erweist sich immer wieder als bildschöpfender Fluss. Damit eröffnet „Bilderstrom“ facettenreich eine motivbezogene Geschichte der Fotografie.

Schon mit Beginn der Bildproduktion entwickelt sich der berühmteste aller europäischen Flüsse zu einem begehrten Motiv, das in zahlreichen Gemälden, Zeichnungen und Stichen Verbreitung findet. In der Summe vermögen es die Rheinbilder wiederum, kollektive Vorstellungen zu erzeugen und zu modellieren. Sie bewegen sich bewusst zwischen Zeugnis und Mythos, zwischen Klischee und Kunst. Solche Vorstellungsbilder prägen die Wahrnehmung auf den Rhein bis heute.

Die Ausstellung erkundet die Wechselwirkungen zwischen Fluss und Bild anhand der Fotografie, einem Verfahren, das in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Wirklichkeitstreue und der Sehnsucht nach Imagination steht. Die Schau vereint namhafte europäische Fotografen, insbesondere aus Deutschland und den Anrainerstaaten Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. Das Spektrum reicht von freien dokumentarischen und bildjournalistischen Arbeiten bis zu fotokünstlerischen Positionen.

Fotografinnen und Fotografen in der Ausstellung: Valeska Achenbach & Isabela Pacini, Bernd Arnold, Boris Becker, Wout Berger, Rolf Georg Bitsch, Kurt Boecker, René Böll, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Chargesheimer, Fritz Christian, Hermann Claasen, Jojakim Cortis & , Adrian Sonderegger, Theodor Creifelds, Cundall & Fleming, William England, Hannes Maria Flach, Francis Frith, Arthur Grimm , Robert Häusser, Ruth Hallensleben, Hans Heinig, Heinz Held, Claudio Hils, Candida Höfer, Bernd Hoff, Heinrich Hoffmann, Ralf Kaspers, Barbara Klemm, Wilhelm Koch, Michael Lange, Herbert List, Ute Mahler, Werner Mantz, Martin Manz, Charles Marville, Reinhard Matz, Lee Miller, Paul Nathrath, Cas Oorthuys, Ugo Proietti, Gabriele Pütz, Erwin Quedenfeldt, Max Regenberg, Albert Renger-Patzsch, Gerhard Richter , Frits J. Rotgans, August Sander, Theo Schafgans, Nora Schattauer, Jos Schmid, Kris Scholz, Wilhelm Schürmann, Joachim Schumacher, Friedrich Seidenstücker, Axel Stoffers, Wolfgang Tillmans, Eusebius Wirdeier, Wolfgang Zurborn.

Wann und wo

LVR-Landesmuseum Bonn
Colmantstraße 14-16
53115 Bonn

9. September 2016 bis 22. Januar 2017


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