Bertold und die Seejungfrau • Sage aus Berchtesgaden

Berchtesgaden

Die Zeit, wo sich verzauberte Frösche, verhexte Zwerge oder gebefreudige Elfen unters Volk mischten, sind vorbei. Als es noch so war, wurde auch einem armen Jägerburschen geholfen. Der junge Mann hieß Bertold und hatte sich in die Tochter des Jägers verliebt, bei dem er im Dienst stand. Als nun der alte Jäger starb, wurde Bertold entlassen, und weil er keinen Verdienst mehr hatte, konnte er sich nicht um das reiche Mädchen bewerben.

Traurig zog Bertold durch die Wälder. Eines Tages kam er an den Königsee. Wie er nun so traurig am Ufer saß, sah er einen Schwan herankommen, der eine Krone auf dem Kopf hatte. Direkt vor ihm tauchte der Schwan, und im nächsten Augenblick stand eine Seejungfrau vor Bertold. Und da Seejungfrauen schon von Berufswegen milde sind, fragte sie ihn nach seinem Kummer. Er erzählte ihr von seiner Armut, und dass er das Mädchen seiner Liebe nicht heiraten könne.

Da nahm die Seejungfrau ihn mit in ihr unterirdisches Reich, wo in riesigen Klüften und Höhlen das Gold der Berge lag. Bertold durfte sich davon nehmen soviel er nur wollte. Er griff mit beiden Händen zu. Die Seejungfrau brachte ihn wieder zurück ans Ufer, und als er sich bedanken wollte, war sie verschwunden. Nur ein Schwan glitt durch das Wasser.

Der Jäger war überglücklich. Er heiratete sein Mädchen, und alles schien gut zu sein. Aber bald wurde er übermütig; er spielt, trank und vertat das Geld, und eines Tages waren sie so arm wie nie zuvor.

Verzweifelt irrte Bertold durch die Wälder. Und wieder kam er an den Königsee, und wieder erschien ihm die Seejungfrau. Aber sie bot ihm kein Gold mehr, sondern sie zeigte ihm die reichen Salzlager in den Bergen. Hier sollte er als Bergmann schürfen und sich durch harte Arbeit sein Brot verdienen.

Das tat er. Aus ihm wurde ein fleißiger Mann, und er erarbeitete sich bescheidenen Wohlstand. Seine Söhne nannten nach ihm den Ort, in dem sie wohnten, Bertoldsgaden. Daraus soll später Berchtesgaden geworden sein.

Foto: Berchtesgaden – Quelle: foumos-wonder.com 


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