Baltikum: Besuch in Litauen

Jetzt wo wir schon mal auf einem Campingplatz sind, nutzen wir die Gelegenheit zur Wäsche. Frau G. erledigt das für uns beide, da ich mich ahnungslos gebe. Über Nacht lassen wir die Wäsche im Führerhaus trocken. Nach dem Mittag verabschieden wir uns von Toni und Vreni. Wir wollen heute noch ein Stück fahren. Die Landschaft ist malerisch wie im Pippi-Langstrumpf-Film. Allerdings sind nun immer mehr dunkle Wolken am Himmel. Und es beginnt zu tröpfeln. Auf der Suche nach einem Kaffee latschen wir in einen Blasmusik-Wettkampf. Musikanten in bunten Uniformen und Mädchen mit so Wirbelstöcken wetteifern um den Sieg. Wir schauen ein wenig zu, fahren aber vor dem Finale weiter. Gegen Abend kommen wir an die Grenze nach Litauen. Sie ist komplett unbemannt und wir können einfach durchbrausen. EU! Die alten Grenzanlagen werden nun als Lastwagenparkplatz genutzt. Die Landschaft ist topfeben; aber was kann man anderes erwarten in einem Land, dessen höchster Berg keine 300 Meter hoch ist. Etwas oberhalb von Marijampole finden wir an einem kleinen See einen schönen Übernachtungsplatz. Direkt am Ufer unter einer grossen Weide. Die Wolken sind dunkelgrau und die Stechmücken in der Überzahl. Irgendwann kommen drei Fischer an Land. Drei Fische haben sie gefangen, jeder kleiner als ein Fischstäbchen. Sie sind richtig begeistert, als sie erfahren, dass wir keine Deutschen, sondern Schweizer sind! Sie schenken uns eine Flasche roten Most. Kaum haben sie sich verabschiedet, sind sie auch schon wieder zurück. Diesmal mit einer Flasche Hochprozentigem. Später am Abend besuchen uns zwei weitere Mannen und fragen nach Bier. Haben wir nicht; aber eine Flasche roten Most können wir ihnen abgeben. .

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