Baden in Vals: eine teure Sache

Baden in Vals: eine teure Sache

Peter Zumthors Bad ist berühmt. Aber ist es auch noch beliebt?
(Micha L. Rieser/Wikicommons)

Happige Preiserhöhungen in der Valser Felsentherme: Erwachsene zahlen neu 80 statt 40 Franken, Kinder neu 52 Franken. Eine vierköpfige Familie zahlt jetzt also 264 Franken fürs Bad - ausser sie wohnt im zugehörigen Hotel des Investors Remo Stoffel. Dessen Kalkül ist, dass Vals-Touristen also gleich bei ihm absteigen, womit sie gratis baden. Druck macht er auch auf die kleineren Hotels im Ort, wer dort absteigt, zahlt neu 45 statt 29 Franken."Das spüren die kleinen Hotels", sagt ein Hotelbesitzer. Bereits haben zwei kleine Betriebe aufgegeben, das "Schnider" und das "Glenner". Gekauft hat sie... Stoffel. Und gleich noch eine Information aus dem gestrigen Tages-Anzeiger über Vals, dem ich vor langer Zeit eine Imagekrise prophezeite: Die Logiernächte in den Valser Hotels sanken von 85 000 im Jahr 2011 auf 61 000 im letzten Jahr. Einen Teil davon kann man mit dem allgemeinen Rückwärtstrend im Kanton Graubünden erklären. Aber in Vals ist der Rückgang stärker als im kantonalen Durchschnitt.