Backpacking und Freiwilligenarbeit in der Natur mit Tieren

Viele träumen von einem längeren Aufenthalt im Ausland – doch wie verbringt man die Zeit im Zielland? Von einer Tour mit einem Camper, Work und Travel oder Backpacking gibt es die verschiedensten Möglichkeiten – wie zum Beispiel Freiwilligenarbeit.

Sucht man nach Angeboten für Freiwilligenarbeit stößt man auf eine überwältigende Anzahl an Angeboten. Hier den Überblick zu behalten sowie seriöse von unseriösen Projekten zu unterscheiden ist nicht leicht. 

Mit diesem Artikel möchten wir euch einige Tipps geben, worauf ihr bei der Suche nach einem geeigneten Freiwilligenprojekt achten solltet.

Vorab eine Anmerkung zu sozialen Projekten:

Viele die sich für Freiwilligenarbeit interessieren, haben den Wunsch sich sozial zugunsten notleidender Kinder zu engagieren. Einige soziale Projekte sind jedoch leider nicht an dem Wohl der Kinder interessiert, sondern setzten die Kinder vielmehr ein, um finanziellen Gewinn zu machen. Die Kinder profitieren von dem eingenommenen Gewinn in den meisten Fällen jedoch nicht und leiden zudem an psychischen Folgen. Unausgebildete Freiwillige übernehmen Unterrichtsstunden oder nehmen Aufsichtspositionen in Waisenhäusern ein und werden nach ein paar Wochen durch neue Freiwillige ausgetauscht. Dieser stetige Wechsel an Bezugspersonen hinterlässt traumatische Spuren in der Entwicklung der Kinder. Häufig arbeiten Freiwillige in Waisenhäusern und bezahlen Geld für einen scheinbar guten Zweck. In vielen Fällen sind die Kinder jedoch keine Waisen. Mit dem Versprechen auf bessere Bildung und Versorgung werden die Kinder ihren meist in Armut lebenden Familien abgekauft. 

Neben den angebotenen sozialen Projekten gibt es jedoch auch Freiwilligenarbeit im Bereich Natur-, Arten- und Tierschutz. 

Hier können Freiwillige sich im Naturschutz engagieren, Habitate für gefährdete Wildtiere pflegen, Kamerafallen auswerten oder zum Beispiel Strände patrouillieren, um nach Schildkrötennestern zu suchen. Im Bereich Artenschutz gibt es jedoch auch einige Punkte auf die Suchende achten sollten. Dies erläutern wir euch im folgenden Abschnitt:

Generell gilt, Projekte die Interaktion mit Wildtieren anbieten sollten nicht unterstützt oder vorher eingehend geprüft werden. 

Insbesondere im südlichen Afrika hat sich eine ganze Tourismusbranche entwickelt, welche mit der Aufzucht von Löwen oder anderen Großkatzen wirbt, weshalb die Tiere gezüchtet werden. Schon wenige Wochen nach der Geburt werden die Jungen von ihren Müttern getrennt, um mit Touristen als Fotomodel zu posieren, zum Streicheln oder Spazieren gehen. Durch den regelmäßigen Kontakt zum Menschen und den Verlust des Muttertiers können die jungen Tiere ihr natürliches Verhalten nicht ausbilden. Bei Verhalten, das für den Besucher unangenehm ist, werden die Jungtiere in vielen Fällen sogar bestraft. Meist wird damit geworben, dass Freiwillige bei der Aufzucht der Tierjungen helfen, damit diese später ausgewildert werden können. Durch die Art und Weise wie sie aufgewachsen sind, hätten sie jedoch nur geringe Überlebenschancen. Wenn die Tiere schließlich zu groß zum Streicheln sind, werden sie zum Spazieren gehen mit Touristen genutzt. Andere werden an die Gatterjagd verkauft, bei der die Tiere von zahlenden Jägern erschossen werden. 

Backpacking und Freiwilligenarbeit in der Natur mit Tieren

In Asien gibt es viele Projekte, welche Arbeit oder Aktivitäten mit Elefanten anbieten. Um die Tiere für die Touristenattraktion vorzubereiten, werden sie mit Holzstöcken oder Stöcken mit Metallspitzen durch Schmerzen gefügig zu machen. Meist werden die Elefanten in kleinen Käfigen gehalten oder durch Seile oder Ketten in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Durch die isolierte Haltung in Verbindung mit regelmäßigen Schmerzen erleiden die Tiere sehr häufig psychische Schäden. Vor allem in Asien ist Elefantenreiten eine Touristenattraktion, die viele Besucher anzieht. Baden mit Elefanten ist ebenfalls eine beliebte Attraktion, aber auch hierfür werden die Tiere durch fragwürdige Trainingsmethoden dressiert.

Oft unbewusst unterstützen Freiwillige Organisationen und Projekte, welche diese Praktiken anwenden. Daher ist es wichtig sich im Vorfeld gut über das gewünschte Projekt zu informieren und das Projekt zu hinterfragen. 

Backpacking und Freiwilligenarbeit in der Natur mit Tieren

Doch welche Projekte unterstützen nun nachhaltig den Artenschutz? Ein wichtiger Bestandteil des Artenschutzes ist die Dokumentation von Tierpopulationen. Hierzu müssen Tiere geortet werden, Tierbestände gezählt und Tierverhalten beobachtet werden. Bekanntlich sehen vier Paar Augen mehr als zwei, daher werden für solche Projekte häufig Freiwillige gesucht. Hierbei haben die Freiwilligen die Möglichkeit die Tierarten in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten und gleichzeitig die Erhaltung der Art zu unterstützen. Die Projekte, welche solche Aktionen leitet, nutzen die häufig über mehrere Jahre gesammelten Daten, um zu beobachten wie sich eine Tierart entwickelt und ob schon angewendete Schutzmaßnahmen hilfreich sind. Sollten weitere Schutzmaßnahmen nötig sein, unterstützen die gesammelten Daten die Artenschützer bei Anträgen an öffentliche Stellen, um neue Schutzmaßnahmen zu verwirklichen. Ein Beispiel für ein solches Projekt wäre der Schutz von Wildhunden in Südafrika.

Backpacking und Freiwilligenarbeit in der Natur mit Tieren

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Artenschutzes ist zudem der Naturschutz und der Schutz geeigneter Lebensräume. Baumpflanzaktionen, die Anlegung von Wanderwegen, Trockenmauern oder das Anbringen von Nistvorkehrungen sind daher tolle Projekte, um den Artenschutz zu unterstützen, wie zum Beispiel in Neuseeland oder Kalifornien. Gleichzeitig lernen die Freiwilligen ihr Reiseland von einer anderen Perspektive kennen, besuchen Ort, welche anderen Touristen sonst verborgen bleiben und lernen viel über verschiedene Umweltschutzmethoden. Neben dem Engagement vor Ort nehmen die Freiwilligen immer auch etwas mit zurück nach Hause: Neues Wissen über Umweltprobleme und Möglichkeiten wie diese bekämpft werden können. Indem die Heimkehrer dieses Wissen teilen, steigt das eigene und das Umweltbewusstsein anderer. So können ehemalige Freiwillige auch über ihr Engagement im Projekt hinaus noch weiter für den Umweltschutz aktiv sein. 


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