Back to the roots

Back to the rootsWenn ihr diese Zeilen lest, bin ich auf dem Weg an den Bodensee, um meine Eltern zu besuchen und einen ganzen Kofferraum voll günstiger Weihnachtsdeko und Backzutaten einzukaufen. Der erste Schritt zur Einbürgerung wäre damit wohl getan. Ich habe in letzter Zeit oft darüber nachgedacht, wie dieser Blog entstanden ist und was ich in Zukunft damit anfangen soll. Ich habe viel Zeit damit verbracht, alte Fotos anzuschauen, Beiträge zu lesen und in Erinnerungen zu schwelgen. Und bin zu dem Schluss gekommen: Da will ich wieder hin! Darum geht es nach einem Jahr mit Experimenten zurück zum alten Namen. Und hoffentlich zum alten Nicht-Perfektionismus.
Denn das Schöne an Seeperlen war ja nicht der Name sondern die Beiträge, die vielleicht nicht hochprofessionell anmuten aber dafür ungestellt und natürlich waren. Der Blog an sich war ein neues Medium und überall wurde ausprobiert und experimentiert. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich mir ein eigenes kleines Eckchen des Internets für mich selbst erobert hatte und wäre über jeden neuen Kommentar eines Lesers vor Stolz schier geplatzt.
Recht schnell erkannten ein paar findige Blogger, dass sich mit diesem Hobby Geld machen lässt - viel Geld. Blogs wurden auf Hochglanz poliert. Fotografen wurden angeheuert. Amateurhafte Outfitfotos von Mama wichen glamourösen Fotostrecken mit den neuesten Kreationen namenhafter Marken.
Zurück blieb mein kleiner Blog mit krisseligen Handyfotos und Mode von H&M (ok, mittlerweile J.Crew), weil mir keiner Gratisklamotten schickt. Nicht falsch verstehen: Ich würde meinen Blog nie zum Beruf machen wollen und bin völlig zufrieden damit, dieses Hobby in meiner Freizeit zu betreiben. Aber gleichwohl kann ich manchmal nicht umhin, mich schäbig zu fühlen, wenn ich die Hochglanzseiten von Carly & Co. betrachte. Irgendwie als hätte ich keine Berechtigung, dieses Medium überhaupt zu nutzen. Wie ein selbstgebackener, etwas schief geratener Weihnachtskeks neben edlen Sprünglipralinen. Der Vergleich mit anderen ist bekanntlich der sicherste Weg zum Unglücklichsein. Warum sollte mich der Perfektionismus anderer Leute daran hindern, mein eigenes Ding zu machen?  
Als ich meine alten Fotos von 2012 angeschaut habe wurde mir klar: Meine Fotos sind zwar nicht mit der neuesten Spiegelreflexkamera aufgenommen aber sie zeigen mich und mein Leben. Und darauf kommt es an. Wenn ich die Fotos anschaue, denke ich daran, wie meine Mama und ich nach der Uni in die Stadt gelaufen sind, um zu fotografieren, was ich gerade am Leib hatte. Und wie wir danach manchmal nach in unserem Lieblingscafé einen Prosecco getrunken haben. Daran, wie Ben und ich in unsere erste gemeinsame Wohnung gezogen sind. Einen Spaziergang im Schnee gemacht haben. Momo zu uns kam. Ich liebe meinen Hobbyblog. Und mit dem alten, neuen Namen noch viel mehr.

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