Ausbildung zum MUA Teil 2

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Meine Lieben,

Die liebe Angi hat schon vor einiger Zeit gewünscht, dass ich doch über die Kosten meiner Make-up-Artist-Ausbildung berichten könnte. Dem komme ich heute endlich nach. Ich versuche auch bald weitere Posts zum Ablauf der Ausbildung zu verfassen - momentan fehlt mir hierzu einfach die Zeit.

Vorab: Die Ausbildungen in der Schweiz unterscheiden sich teilweise stark zu jenen im Ausland, beispielsweise in Deutschland. Und auch innerhalb der Schweiz gibt es grosse Unterschiede. Grundsätzlich gelten hier aber die Begriffe "Visagist" und "Make-up-Artist" als gleichwertig, während diese in Deutschland voneinander abgegrenzt werden (wie genau, kann ich euch leider nicht sagen - da gehen die Meinungen sowohl bei meinen Lehrpersonen wie auch im Internet auseinander. Also falls ihr es wisst, gibt Bescheid!). Das Ganze liegt vor allem daran, das beide Bezeichnungen nicht geschützt und die Ausbildungen auch nicht staatlich anerkannt sind.

Meine auserwählte Schule war die Einzige, bei der ich auch an einem (sehr spontan zugesagten) Infoabend anwesend war und gleich vollkommen überzeugt wurde. Ich lernte die Leiterin der Schule kennen, sah in einer Präsentation Bilder sowie kurze Lebensläufe aller weiteren Lehrpersonen, wir sahen Arbeiten und Mappen von früheren Schüler/innen, gingen das gesamte Kursprogramm durch und bekamen zu guter letzt riesige Referenzlisten (auf etwa 20 A4-Blättern waren beinahe alle Namen der Ex-Schülerinnen sowie deren Nummern vermerkt).

Kosten MUA-Ausbildung

Da die Kosten kein Geheimnis sind, nenne ich euch einfach mal den Gesamtpreis meiner Ausbildung: 5900.- CHF (ca. 4700 Euro) darin inbegriffen:

- 23 Schultage wärend einem halben Jahr

- 3 professionelle Fotoshootings inkl. Bilder

- 1 zusätzliches Verkaufstraining

- komplettes, hochwertiges Pinselset

- diverse Materialien (Lippenpalette, Mascara, Wimpern, Schwämme etc.)

- Vergünstigungen bei diversen bekannten Marken (darunter MAC, MUFE, INGLOT, Grimass etc.)

- diverse vergünstigte Weiterbildungskurse, teilweise sogar gratis

Meine Schule ist einer der teureren Schulen, die wir hier in der Schweiz zur Auswahl haben. Ich bin aber überzeugt, dass ich mich für die richtige Schule entschieden habe und zahle dafür auch gern etwas mehr. Im Gegensatz zu Deutschland haben wir hier kaum die Möglichkeit für längere Kurse (lediglich bei einer Schule wurde eine 1-Jährige Ausbildung angeboten, die mich aber wegen diverser anderer Punkte nicht überzeugen konnte). Mara von Frag die Gurus beispielsweise hat ihre Ausbildung in München während knapp 3 Monaten durchgehend absolviert und dafür nur knapp 1000 Euro mehr bezahlt, als ich hier bezahle. Eine Ausbildung im Ausland kam für mich aber leider nicht in Frage und bekanntlich kann man ja deutsche Preise nicht mit den unseren vergleichen.

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Ganz egal wo ihr wohnt: Informiert euch im Voraus gut über die Möglichkeiten in eurer Wohngegend und vergleicht die Angebote miteinander. Ich habe mir riesige Listen aufgestellt, auf denen ich jeden noch so kleinen Kritikpunkt (und natürlich auch Überzeugendes) notiert habe und anderen Schulen gegenübergestellt habe. Nach Ausbildungen gesucht habe ich übrigens hier und ich kann diese Seite allen Schweizer Interessenten sehr empfehlen. Darin sind so gut wie alle namhaften Schulen gelistet und man kann direkt über diese Seite zu jeder Schule Broschüren verlangen, die dann entweder per Post oder teilweise auch online per Email versandt werden. Innert kürzester Zeit hatte ich damit einen Stapel voller hilfreicher Unterlagen beisammen, die ich studieren und vergleichen konnte.

Folgende Punkte haben mir bei der Auswahl meiner Schule geholfen

- Ort (in der gleichen Stadt, wo ich auch arbeite!)

- Lehrpersonen (alle Lehrpersonen sind seit Jahren auf ihrem Gebiet tätig; für bestimmte Schulstunden z.B. Maskenbildung bekommen wir dann auch die darauf spezialisierte Person zugewiesen)

- Ergebnisse/Arbeiten anderer Schülerinnen

- Dauer (2-wöchige Schnellkurse waren mir zu wenig)

- Schulzeiten (bei mir musste ein Abendkurs her)

- Professionalität (darunter zähle ich auch die 3 Fotoshootings)

- Schule selbst (Einrichtung, Ruf, etc.)

- Marken, mit denen gearbeitet wird

- Kosten, bzw. Preisleistungsverhältnis

- diverse Produkte die im Preis inbegriffen sind (s. oben)

- Abschlussprüfungen und Diplom enthalten

So, das wär's fürs Erste. Falls ihr noch irgendwelche Fragen habt oder ich etwas Wichtiges dazu vergessen habe, meldet euch!

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