Aus Raum wird Zeit und umgekehrt

Aus Raum wird Zeit und umgekehrt

Vor vierzehn Milliarden Jahren ist ein unendlich heißer Würfel von etwa einem Quadratzentimeter Größe explodiert. Soll man das glauben? Nun, die Astronomen gucken vom Hubble Teleskop im Weltraum in die Ferne, und sehen das Bild von Galaxien zu jener Zeit, denn das Bild jener fernen Welten kommt erst jetzt bei uns an.

Dieser Würfel ist also explodiert und im letzten Jahrhundert konnten Astrophysiker beweisen, dass das Universum sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit ausdehnt. Ich habe mir immer überlegt, wie diese riesigen Galaxien die Antriebsenergie aufbringen, um so schnell zu fliegen - und warum sie durch die Geschwindigkeit nicht verformt werden.

Aber nein. Niemand hat gesagt, die Galaxien würden sich bewegen. Sie bleiben schön still. Aber der Raum zwischen den Galaxien wird immer grösser. Der Platz, bestehend aus nichts (Vakuum) und er dehnt sich aus. Weil der Raum aus nichts besteht, kann er das so schnell tun. Und die Galaxien sind daher immer weiter voneinander entfernt. Weil der Raum sich ausdehnt, entsteht auch die Zeit - denn jetzt braucht das Licht Zeit, um uns zu erreichen. Alles überaus merkwürdig.

Diesen Zusammenhang von Raum und Zeit kennen wir auch. Denn wollte der Kaiser Maximilian mal kurz zu einem Gipfeltreffen von der Schlossburg in Wien in seinem Heiligen römischen Reich deutscher Nation zum Beispiel nach Hamburg, so brauchte er dazu mit seinem Gefolge im Sommer gut und gern sechs Monate (ohne Schlachten unterwegs). Es war eben viel Raum, er brauchte viel Zeit. Heute braucht man für dieselbe Strecke mit Easy Jet 1h und 30 Minuten. Geschäftsleute fliegen kurz für eine Sitzung am Nachmittag hin und abends zurück. Fast alle unsere technischen Geräte: das Auto und das Smartphone, der Fahrstuhl und der ICE lassen den Raum schrumpfen. Weniger Raum heißt weniger Zeit. Und daher haben wir nicht etwa mehr Zeit, sondern immer weniger.

Der umgekehrte Weg ist besser. Menschengemäßer: Mach den Raum grösser, und genieße die dadurch verlängerte Zeit. Auch das Bewusstsein braucht Raum. Denk-Raum. Merk-Raum. Meditations-Raum. Und dabei entsteht Zeit: das ewige Jetzt. Das Unbewegte.
Vielleicht fällt dann der Bewusstseins-Raum in sich zusammen, und es entsteht die persönliche Zeitlosigkeit.

Kalvaitis/ 39cm x 29cm /Aquarell und Tusche auf Papier / 2011, Nr.11-089

Das Bild Kalvaitis ist ein Selfie des Universum, eine halbe Sekunde nach dem Urknall. Die verschiedenen Bereiche denken darüber nach, ob sie zu Raum oder zu Zeit werden sollen. Und dann beschließen sie,mit Hilfe der Gravitationskräfte zu beidem gleichzeitig zu werden.

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