Aschermittwoch – Beginn der Fastenzeit

 

Die Fastenzeit hat begonnen, gestern war Aschermittwoch. Während dieser Tag für viele traurig ist, weil damit das Karnevals-Ende verbunden ist, beginnt für mich damit die 40-tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern. Wenn es irgendwie möglich ist, versuche ich an dem Tag, in die Kirche zu gehen und mir das Aschenkreuz geben zu lassen. So auch gestern, denn glücklicherweise hatte der Papa Urlaub und hat sich um die Tochter gekümmert,sodass ich am Aschermittwochs-Gottesdienst teilnehmen konnte.

Ich bin schon in meiner Kindheit und Jugend immer wieder mit Kirche in Kontakt gewesen, sowohl als Messdienerin als auch, dass das Kirchenjahr bei uns zu Hause entsprechend mit verfolgt wurde. Ein Wochenende ohne Gottesdienst war sehr selten und kaum vorstellbar. Gerade als Jugendliche war ich davon natürlich auch manchmal genervt und hatte “keinen Bock”. Heute bin ich dankbar dafür und möchte dies meinen Kindern auch so weitergeben.

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“© Karl-Michael Soemer  / pixelio.de”

Der Gottesdienst hat mir gefallen, denn die Worte aus Evangelium und Predigt haben mich zum Nachdenken angeregt. Das Aschenkreuz wurde ausgeteilt mit den Worten “Gedenke, Mensch, dass Du nur Staub bist. Kehre um und glaube an das Evangelium.” 

Die Fastenzeit soll im weitestens Sinn dazu dienen, dass wir mit bewusstem Verzicht auf lieb gewonnene Dinge diese wieder mehr zu schätzen wissen und gleichzeitig uns auf das Wesentliche konzentrieren. Dieser bewusste Verzicht kann für jeden etwas anderes bedeuten und das ist auch völlig ok. Manche verzichten traditionell auf Süßigkeiten und Alkohol, andere versuchen es ohne Fernsehen, Internet oder das heißgeliebte Smartphone. Wieder andere verzichten nicht, sondern gehen vielleicht etwas freundlicher, toleranter und offener mit ihren Mitmenschen um oder konzentrieren sich darauf, ihre Zeit damit zu verbringen, Gutes zu tun, anderen zu helfen. Ihr seht schon – die Fastenzeit kann ganz unterschiedlich interpretiert werden und bedeutet für jeden etwas ganz Individuelles. Manche nehmen die Fastenzeit sogar ganz wörtlich und führen eine echte Fasten-Kur als Heilfasten durch, in der der Körper von Giftstoffen befreit wird.

Für mich bedeutet die Fastenzeit in erster Linie die Vorbereitung auf Ostern und das Gedenken an die Geschichte von Jesus, die dahinter steckt. Ich möchte diese Zeit bewusst erleben und mich auf das Hochfest “Die Auferstehung Jesu” vorbereiten und gleichzeitig auch meiner Tochter kindgerecht erklären, was es damit auf sich hat. Wir werden am Karfreitag zum Kinder-Kreuzweg gehen und auch in der Fastenzeit an dem einen oder anderen Kindergottesdienst teilnehmen. Sie wächst langsam darein, auch wenn sie sicherlich den ganzen Hintergrund noch nicht verstehen kann. Das wird sich dann mit der Zeit ergeben.

Für diese Vorbereitungszeit habe ich mir einige Vorsätze überlegt, die ich für die Fastenzeit durchhalten möchte: 

- Verzicht auf Kaffee, stattdessen Tee und Wasser: wird mir nicht leicht fallen, weil ich ab und zu gerne einen Latte Macchiato oder Milchkaffee trinke; es gibt aber auch leckere Teesorten und es wird mir bestimmt auch gut tun. Ich weiß aber jetzt schon, dass ich mich auf den ersten Kaffee am Ostersonntag schon jetzt freue (falls ich tatsächlich durchhalte).

- Verzicht auf Süßigkeiten: ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, ob und wie ich das durchhalte – auch wegen dem Heißhunger, den ich ab und zu wegen der Schwangerschaft habe. Leider ist unser Süßigkeiten-Schrank noch sehr gut gefüllt, was mir den Verzicht nicht gerade erleichtert. Aber versuchen möchte ich es auf jeden Fall.

- Nachts wird das Handy nicht an meinem Bett liegen: Aufgrund der Schwangerschaft bin ich nachts oft wach und habe dann zum Smartphone gegriffen, um auf Twitter nach Neuigkeiten zu sehen oder im Internet zu surfen. Stattdessen hab’  ich jetzt einen Wecker für die Uhrzeit und ein Buch für die schlaflosen Minuten oder Stunden am Bett.

- Regelmäßiger Gottesdienst-Besuch einmal pro Woche. Das Angebot an Gottesdiensten in unserem Pfarrverband ist groß und so bin ich optimistisch, dass ich es jedes Wochenende schaffen werde, den Gottesdienst zu besuchen, entweder samstags abends zur Vorabendmesse oder sonntags morgens in einem der Gottesdienste. Das wird mir gut tun, mir bei der Vorbereitung auf Ostern helfen. Papa und Tochter werden sicherlich in dieser einen Stunde viel Freude haben und mich nicht vermissen. Bisher hab’ ich oft darauf verzichtet, weil irgendwas immer dazwischen kam – entweder schlief die Kleine noch, wir frühstückten gerade, ich bereitete das Mittagessen vor, wir gingen zum Kinder-Gottesdienst oder sie war müde und es war Mittagsschlaf-Zeit. Alles eine Frage der Organisation – aufgrund des vielfältigen Angebots bin ich davon überzeugt, dass ich diesen Vorsatz gut umsetzen kann. Und vielleicht haben wir es dann ja bis Ostern so gut etabliert, dass ich es auch danach fortsetzen kann.

Und nun bin ich gespannt, wie meine Vorsätze sich so in die Tat umsetzen lassen. Ich werde spätestens nach Ostern darüber schreiben.

Wie verbringt Ihr denn die Fastenzeit und was hat diese für eine Bedeutung für Euch? Bezieht Ihr Eure Kinder mit ein und wenn ja, wie erklärt Ihr es ihnen? Oder ist es für Euch eine Zeit wie jede andere ohne spezielle Bedeutung? Ich freue mich auf Eure Kommentare. 

Eure Mami Renate 

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