ÄRZTE WARNEN ▷ Nichtbehandlung von Fußpilz kann sogar…

fußpilz füße

Fußpilz ist vielen Betroffenen peinlich. Das muss es aber nicht, denn viele leiden darunter. Zudem sollte Fußpilz unbedingt behandelt werden, da er gefährlich werden kann. Wir klären auf!

Was genau ist Fußpilz?

Fußpilz, auch Fußmykose oder Tinea pedis genannt, ist eine Pilzerkrankung der obersten Hautschicht des menschlichen Fußes. Meist siedelt sich der Pilz zwischen den Zehen an, kann aber auch die Fußsohle oder andere Hautpartien des Fußes (z. B. Fußsohle, -ballen und Ferse) befallen. Oft handelt es sich bei einem Fußpilz um einen Nagelpilz, der die Fußnägel befällt.

Generell wird zwischen drei verschiedenen Arten von Fußpilz unterschieden:

  • Interdigitalmykose ist die am weitesten verbreitete Form und setzt sich zwischen den Zehen ab.
  • Der Mokassin-Mykose infiziert die Fußsohle und wandert von dort zu den Fußkanten und zum Fußrücken. Diese Form tritt vor allem bei Diabetikern auf.
  • Die dritte Variante ist die vesikulös-dyshidrotische Form, die ebenfalls zunächst die Fußsohle befällt und sich dann ausbreitet.

Fußpilz Bilder

Anhand folgender Bilder gewinnen Sie einen Eindruck, wie die Infektion mit Fußpilz aussieht. Dies hilft bei der Diagnose einer eigenen Erkrankung.

Fußpilz behandeln

Haben Sie sich mit Fußpilz infiziert, gibt es verschiedene Methoden für die Behandlung. Welche die richtige ist, hängt unter anderem von der Schwere der Ausbreitung und der Art des Pilzbefalls ab. Üblicherweise kommen für die Behandlung von Fußpilz Medikamente, entweder verschreibungsfrei oder rezeptpflichtig, mit unterschiedlichen Wirkstoffen zum Einsatz. Diese können in Form von Spray, Creme oder Tabletten dargereicht werden. Auf die einzelnen Varianten gehen wir weiter unten auf dieser Seite noch genauer ein.

Die Alternative zur klassischen Schulmedizin sind verschiedene Hausmittel oder Naturheilmittel. So soll Essig (z. B. Apfelessig) gegen einen Pilzbefall wirken. Auch Knoblauch gehört zu den Hausmitteln, denen eine Wirkung gegen Fußpilz nachgesagt wird, genauso wie Teebaum- und Lavendelöl, mit Wasser zu einem Brei verrührtes Backpulver, Alkohol, Zahnpasta oder auch der eigene Urin. Sicherlich gibt es noch weitere Haus- und Naturheilmittel, die eine vermeintliche Wirkung gegen Fußpilz haben. Wir raten aber dazu – vor allem bei einem schweren Befall – auf jeden Fall einen Arzt zu konsultieren.

Medikamente gegen Fußpilz

Es gibt verschiedene Medikamente, um einen Fußpilz zu behandeln. Einige sind frei verkäuflich, andere dürfen nur von einem Arzt verschrieben werden. Im Anfangsstadium ist es in der Regel ausreichend, die betroffenen Hautregionen äußerlich mit Cremes oder Spray zu behandeln. Handelt es sich hingegen um einen schon fortgeschrittenen und großflächigen Pilzbefall, ist jedoch meist die Einnahme von Präparaten erforderlich, die den Pilz auch von innen bekämpfen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick unterschiedlicher Mittel, mit denen ein Fußpilz medikamentös behandelt werden kann.

Tabletten

Tabletten gibt es sowohl rezeptfrei als auch verschreibungspflichtig. Sie wirken von innen heraus und werden nach der Einnahme über die Schleimhäute des Verdauungstraktes aufgenommen und dann den Blutkreislauf im Körper verteilt. Sie bekämpfen den Pilz quasi von innen heraus und wirken in der Regel auf den Stoffwechsel der Pilze ein, der so gestört wird. Besonders starke Tabletten (z. B. Fluconazol) können sogar in hohen Dosen den Pilz direkt abtöten.

Zu den verschreibungsfreien Tabletten gegen Fußpilz gehört z. B. Nystaderm. Dieses können Sie ohne Rezept frei in der Apotheke erwerben. Der Wirkstoff schädigt die Zellmembran von Pilzen und damit deren Funktionen, sodass sich diese auflösen. Je nach Konzentration des Wirkstoffes werden die Pilze durch Nystaderm in ihrem Wachstum sowie der Vermehrung gehemmt oder direkt abgetötet. Wie viele Tabletten Sie am Tag nehmen sollten, erfahren Sie auf dem Beipackzettel oder von Ihrem Arzt oder Apotheker.

Creme & Salbe

Cremes und Salben sind für die äußere und lokale Anwendung bei Fußpilz gedacht. Sie ziehen in die Haut ein und bekämpfen so den Pilz. Eine der häufig eingesetzten Cremes ist Lamisil. Diese basiert auf dem Wirkstoff Terbinafinhydrochlorid, der das Wachstum der Pilze hemmt und diese abtötet. Die Creme ist frei verkäuflich. Beachten Sie auf jeden Fall den Beipackzettel. Zudem ist aber ratsam, die Dosierung mit einem Arzt abzusprechen.

Spray

Auch verschiedene Sprays sind für die äußerliche Behandlung von Pilzerkrankungen an den Füßen geeignet. Dieses wird einfach entsprechend der Anweisungen auf die infizierten Hautpartien gesprüht, um dort dann einzuziehen und gegen den Pilz zu wirken. Eines der bekanntesten und wirkungsvollsten Sprays gegen Fußpilz ist Fungustan. Dieses wirkt mit verschiedenen Wirkstoffen wie Rizinusöl, Nelkenöl, Urea, Rosenwasser und D-Panthenol gegen den Pilz und wird auch von verschiedenen Experten empfohlen.

Weitere Informationen zu Fungustan finden Sie hier!

Fußpilz an der Fußsohle

Selten, aber besonders unangenehm ist ein Pilzbefall der Fußsohle. Dies tritt deutlich seltener auf als Fußpilz in den Zehenzwischenräumen oder auf den Zehennägeln. Grundsätzlich können aber nur zwei der drei Arten von Fußpilz die Fußsohle befallen. Dies ist zum einen der Mokassin-Mykose, der zunächst die Fußsohle infiziert und von dort zu den Fußkanten und zum Fußrücken wandert. Unter dieser Form des Fußpilzes an der Sohle leiden vor allem Diabetiker. Die zweite Pilzart, die sich ebenfalls auch an der Sohle ansiedeln kann, ist die vesikulös-dyshidrotische Form. Diese befällt die Fußsohle im Fußgewölbe und breitet sich von dort zu den Fußkanten aus.

Dermatologen können aufgrund der Symptome beide Arten von Fußpilz an der Fußsohle gut voneinander unterscheiden, was die Behandlung erleichtert. Bei der Mokassin-Mykose ist die infizierte Haut unter dem Fuß gerötet und leicht entzündet. Zudem bilden sich feine, trockene Schuppen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung erfolgt eine starke Verhornung der Fußsohle durch den Fußpilz und die Haut neigt zum Einreißen, was vor allem beim Gehen zu Schmerzen führen kann. Die vesikulös-dyshidrotische Form ist hingegen daran zu erkennen, dass sich an der Fußsohle zahlreiche kleine Bläschen bilden. Zudem juckt und spannt die Haut unter dem Fuß bei einer Erkrankung an diesem Fußpilz.

Welcher Arzt bei Fußpilz?

Leiden Sie unter einem Nagelpilz oder hat sich ein Fußpilz noch nicht weit verbreitet, reicht in der Regel der Besuch bei Ihrem Hausarzt. Handelt es sich hingegen um einen besonders schweren Fall, wird Sie dieser direkt an einen Dermatologen überweisen. Wissen Sie bereits, dass es sich um einen schweren Fall handelt, können Sie also auch den Umweg über den Hausarzt sparen und sich direkt an einen Dermatologen wenden.

Während der Hausarzt lediglich ein Antimykotikum verschreiben kann, ist der Hautarzt dank seiner Ausbildung in der Lage, die Pilzart zu bestimmen und so für die Behandlung ein auf diese Art abgestimmtes Mittel zu verschreiben. Hierfür wird in der Regel zunächst ein wenig Abrieb vom infizierten Fußnagel bzw. der Haut genommen und im Labor mikrobiologisch untersucht, um die Pilzart zu bestimmen. Denn es gibt verschiedene Medikamente basierend auf unterschiedlichen Wirkstoffen, die auf die einzelnen Pilzarten zugeschnitten sind.

Ärzte warnen vor Nichtbehandlung des Fußpilzes

Oft ist es Infizierten peinlich, eine Fußpilzerkrankung öffentlich zu machen, mit einem Arzt zu besprechen und diesen um Rat zu fragen. Aber nicht nur falscher Scham, sondern auch Unwissenheit über die Symptome und den Infektionsverlauf einer Fußpilzerkrankung kann dazu führen, dass dieser nicht behandelt wird. Dies ist aber definitiv nicht ratsam. Denn je länger dieser unbehandelt bleibt, desto weiter kann er sich auf dem Fuß ausbreiten. Zudem kann der Pilz sogar auch auf andere Körperregionen wie die Leistengegend übertragen werden.

Ebenfalls ein großes Risiko ist die Ausbreitung des Fußpilzes. Da dieser sehr ansteckend ist und sich dieser durch Kontakt sowie Schmierinfektion übertragen kann, können schnell auch andere Personen wie Familienmitglieder und Mitbewohner anstecken. Aber auch Wildfremde können infiziert werden, z. B. in Schwimmbädern, Saunen und Sportanlagen. Daher raten Ärzte dringend, einen Fußpilz behandeln zu lassen. Die Behandlung dauert in der Regel mindestens drei Wochen, damit der Fußpilz gründlich entfernt wird. Zudem sollten Sie sich als Erkrankter auch unbedingt an bestimmte Verhaltensvorgaben halten, also z. B. nicht barfuß umherlaufen.

Fußpilz bei Kindern

Immer häufiger leiden auch Kinder unter einer Infektion durch Fußpilz. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 2 Prozent der Kinder an Fußpilz leiden. Daher ist es ratsam, dass Eltern die Füße der Kinder regelmäßig auf Symptome eines Fußpilzes hin kontrollieren. Finden Sie diese vor, sollten Sie umgehend mit dem Kind einen Arzt aufsuchen, die Erkrankung verifizieren und dann behandeln lassen.

Die Erkrankung ist schnell eingefangen, z. B. im Schwimmbad oder im Sportverein. Besonders gefährdet sind sportlich aktive Kinder. Denn sie leiden häufiger unter Blasen oder Druckstellen, über die der Pilz einfach in den Fuß gelangen kann. Auch durch eine Erkrankung der Eltern und ein unsachgemäßer Umgang damit ist eine Ansteckung der Kinder möglich. Als vorbeugende Maßnahme sind unter anderem atmungsaktive Schuhe empfehlenswert, damit es nicht zu den sogenannten Käsefüßen kommt. Denn die steigern das Risiko eines Pilzbefalles an den Füßen.

Fazit

Fußpilz ist eine unangenehme, dennoch nicht allzu gefährliche Erkrankung. Viele sind betroffen und schämen sich, doch durch die frühzeitige Behandlung des Pilzes kann dem entgegen getreten werden. Deshalb sollte eine rechtzeitige Behandlung nicht allzu lange geschoben werden.

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