Arbeits-Wellness-Haushaltsmorgen

Nein, ich habe es bei Weitem noch nicht im Griff, wie es sich geschickt mit neu gewonnener Freiheit, Heimarbeit und Haushalt jonglieren lässt. Heute ein Versuch, den ich wohl nicht zum letzten Mal unternommen habe:

Vor dem Frühstück ein kurzer Spaziergang zum Kindergarten, ein Abstecher zur Bäckerei und dann ein Blitz-Frühstück mit Karlsson, der erst um neun Schule hat. Danach eine erfrischende Runde ums Haus – Wachtelkäfig abdecken weil Regen droht, Nacktschnecken-Versalzen und Altpapier vor dem Gartentor aufstapeln – und dann ein Gang in den Keller, um die Sauna einzuschalten. Währenddem der Saunaofen sich aufheizt, skizziere ich oben eine kleine Artikelserie, schreibe einleitende Sätze und verlinke, was sich bereits verlinken lässt. Nach vierzig Minuten Arbeit ist die Sauna heiss, ich geniesse die Ruhe und mache mir Gedanken über den Inhalt der einzelnen Artikel. Dies erfordert ein Eintauchen in eine längst vergangene Zeit, als ich heulend mit einem Stillkind auf dem Sofa sass, Staubfusseln anstarrte und dachte, so würde es bis an mein Lebensende bleiben. Nach fünfzehn Minuten ist genug geschwitzt und die einzelnen Texte haben in meinem Kopf Form angenommen. Wieder oben schreibe ich weiter, bis es Zeit wird, das Mittagessen in den Ofen zu schieben. Eine Schrecksekunde lang glaube ich, der Gusseisentopf, der noch von meiner Grossmutter stammt, die ich nie gekannt habe, hätte ein Loch, aber es stellt sich heraus, dass nur das billige Litermass, mit dem ich Wasser eingefüllt habe, eine undichte Stelle hat. Als Bohnen, Kartoffeln und Speck im Ofen sind, gönne ich mir einen weiteren Saunagang, diesmal mit dem “Spiegel”. Nicht, weil ich sonderlich Lust auf Lektüre bei schummrigem Licht und ohne Brille hätte, sondern einfach, weil mir in unserer eigenen Sauna keiner verbieten kann, Zeitschriften zu lesen. Zum Schluss noch eine kurze Dusche und hinaus ins Regenwetter, um das Prinzchen abzuholen – für einmal ganz ohne Kater.

Rückblickend würde ich meinen Jonglierversuch als durchaus gelungen bezeichnen, auch wenn ich mir ein wenig vorkomme wie dieser hier:

Unknown  

Und hier noch der Text, der aus seinem Mund käme, hätte ich das richtige Bild gefunden: “Nun, ich hab’ die erste Hälfte der ersten Platte fertig. Ich verschnauf’ ein wenig, dann feg’ ich die zweite Hälfte der ersten…Ich verschnauf’ ein wenig, dann kommt die erste Hälfte der zweiten…ich versch…”
Im Detail nachzulesen bei “Asterix und der Arvernerschild”.



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