Apothekenpreise

Es kommt immer wieder vor, dass  Kunden, die teure Medikamente kaufen, meinen, dass wir viel daran verdienen.

Tja, das mag früher so gewesen sein – aber den Zahn müssen wir den Kunden dann heute ziehen. Machen wir einfach mal ein Beispiel – mit einer einzigen Vereinfachung: Wir nehmen an, dass das Präparat 2002 und 2012 exakt das gleiche kostet / gekostet hat im Apothekeneinkaufspreis, sagen wir einmal: 700 Euro.

Dann setzte sich der Apothekenverkaufspreis 2002 wie folgt zusamme: Einkaufspreis (AEK) + prozentualer, vom Einkaufspreis abhängiger Festzuschlag F+ einmaliger Aufschlag f. Medikamente mit AEK A >560 € + Mehrwertsteuer, also

700 € (AEK)

+57.84 € (= F = 8,253%)

+ 118,24 € (A)

+140,17 € (MwSt,16%)

=======

1016,25 €

 

Damit verblieben also in der Apotheke 176,08 Euro (von denen natürlich auch noch  Lagerhaltungskosten und alle anderen Betriebskosten zu bestreiten waren).

 

Heute, zehn Jahre später, sieht die Rechnung so aus:

AEK  + 3% (Lagerhaltungskostenausgleich L) + 8,10 Euro (Festzuschlag F) + Mehrwertsteuer. Davon werden durch die  gesetzliche Krankenkasse noch der Apothekenrabatt von 2,05 Euro + Mehrwertsteuer abgezogen. Insgesamt sieht das hier also so aus:

700 € (AEK)

+21,00 € (= L )

+8,10 € (F)

+138,53 € (MwSt,19%)

- 2,44 € (Apothekenrabatt an die Krankenkasse)

=======

865,19 €

 

Womit der Apotheke trotz des teuren Medikamentenpreises nur etwa 6 Euro als Gewinn bleiben… mit teuren Medikamenten verdient sich eine Apotheke in Deutschland also keine goldene Nase! Nicht zu vergessen, dass die Apotheke die Kosten gegenüber den gestzlichen Krankenkassen mittlerweile teilweise bis zu vier Wochen vorfinanzieren muss… Was dazu führt, dass einige Apotheken mittlerweile  hochpreisige Medikamente nicht mehr verkaufen, da das finanzielle Risiko der Vorfinanzierung einfach zu hoch ist.

Und was hier auch jeder sehen kann: Nicht die Apotheke verursacht die höchsten Zusatzkosten – es ist der Staat: Die Mehrwertsteuer macht mit fast 140 Euro ein Vielfaches dessen aus, was der Apotheke verbleibt… Die Apotheke ist also nicht der entscheidende Faktor bei Medikamentenpreisen!


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