Antidepressiva als Fehlgeburtrisiko

Antidepressiva als FehlgeburtrisikoAntidepressiva werden häufig während der Schwangerschaft eingenommen. Bis zu 3,7% der Schwangeren nehmen sie in den ersten drei Schwangeschaftsmonaten.

Die Einnahme von Antidepressiva aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) in der Frühschwangerschaft könnte das Risiko eines spontanen Aborts begünstigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Fall-Kontroll-Studie im Canadian Medical Association Journal (2010. doi: 10.1503/cmaj.091208).

Die Forscher analysierten die Daten von 5124 Frauen, die während der ersten 20 Schwangerschaftswochen eine Fehlgeburt erlitten (Canadian Medical Association Journal, online). 5,5 Prozent dieser Frauen hatten während der Schwangerschaft mindestens einmal Antidepressiva verschrieben bekommen.

Die Kontrollgruppe bestand aus 51240 Schwangeren, die keine Fehlgeburt hatten. In dieser Gruppe hatten nur 2,7 Prozent der Frauen Antidepressiva genommen.

Folgerung der Studie: eine Therapie mit Antidepressiva erhöhe das Risiko einer Fehlgeburt. (Ein begleitender Kommentar weist allerdings darauf hin, dass die Aussagekraft der Studie nicht ausreicht, um nachzuweisen, wie stark das Risiko einer Fehlgeburt durch die Antidepressiva tatsächlich steigt).


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