Anthony McCall in Berlin

Bis zum 12. August zeigt das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin das Werk des New Yorker Avantgarde- Künstlers Anthony McCall. Die Ausstellung „Five minutes of pure skulpture“ ist die erste, die er in Deutschland realisiert. Sie wurde mit der Unterstützung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie organisiert und von Henriette Huldisch kuratiert. 

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Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von McCall, die er ab 2003, nach einer selbstgewählten Arbeitspause von 20 Jahren, entwickelte. Hier werden seine ersten Arbeiten mit 16mm Film und auch seine neuesten Arbeiten gezeigt; digitale Projektionen, die anhand von Licht komplexe Formen zeichnen und mit digitalem Equipment realisiert werden. 

Anthony McCall wurde 1946 in England geboren. In den 60ern studierte er Grafikdesign auf dem Ravensbourne College of Art and Design in Bromley, Kent in England. Gleichzeitig experimentiert er mit dem Medium Film und wurde so zu einem der relevantesten Avantgarde-Künstler im London der Sechziger Jahre. 

Abgesehen davon wurde er als nordamerikanischer Künstler der Siebziger bekannt, denn 1973 zog er in die Staaten. Seine Anfänge wurden jedoch schon durch die englische Presse gefeiert, die in seinen Spektakeln unter freiem Himmel, bei denen er Elemente wie das Feuer einsetzte, avantgardistische Werke von enormer ästhetischer Schönheit sah. In New York experimentierte er weiterhin mit Feuer und schaffte interessante Licht-Arbeiten. 

Ende der Siebziger zieht er sich für zwanzig Jahre von der Welt der Kunst zurück. Er kehrt erst 2009 zu der Eröffnung einer Einzelausstellung im Moderna Museet in Stockholm, Schweden, wieder zurück. In der Ausstellung zeigte er zwei Werke: Doubling Back (2003) und die Installation You an I, Horizontal (2005). Bei dieser Gelegenheit  wurde auch eine Reihe von Zeichnungen und Skizzen über die Bewegung der Lichtwellen gezeigt, welche McCall als „Score“ seiner Filme bezeichnet. 

Seine neuesten Arbeiten sind sehr komplexe Projektionen, die mit digitalen Systemen realisiert werden. Einige von ihnen entwickelt McCall schon seit den 70ern und sie befinden sich an der Grenze zwischen Kino, Skulptur und Zeichnung. Sie bestehen aus puren Linien, werden animiert um geometrische Figuren zu zeichnen, die in einem komplett dunklen Raum, in dem sich ein leichter Nebel bildet, projiziert werden. Die Zuschauer können hier intervenieren, indem sie in den Lichtstrahl treten und so das Werk der Lichter und Schatten temporär verändern. 

Im Jahre 2009 wurde McCall für die Kulturelle Olympiade London 2012 eingeladen, für 500 Tausend Pfund sollte er ein Kunstwerk kreieren. Das so entstandene Werk ist eine Nebelsäule, die sich in Birkenhead befindet und schon aus 100 Kilometer Distanz sichtbar ist. 

McCall ist ein Avantgarde-Künstler, der es geschafft hat aus seinem künstlerischen Werk einen klaren und dynamischen Raum zu machen, in welchem der Betrachter einen wichtigen Platz einnimmt, denn er ist immer ein integral Teil jedes Werkes. Seine interessanten und modellhaften Intervention werden zur permanenten Werken und geben der Kunst auch einen sozialen Inhalt. 

Für mehr Information: http://www.mccallinberlin.de/index.php?id=1201&L=1

 


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