Als die Erde mit einem großen Himmelskörper zusammenprallte

Ernst Probst

Wiesbaden (natur-news) - Als einer der frühesten Zusammenstöße in unserem Sonnensystem gilt der Zusammenprall der Erde mit einem großen Himmelskörper oder mit mehreren vor ungefähr 4,5 bis 4,4 Milliarden Jahren. Beim Einschlag eines schätzungsweise 1000 Kilometer großen Himmelskörpers oder mehrerer kleiner Objekte wurde viel Materie aus der Erde gerissen, ins Weltall geschleudert und in eine Erdumlaufbahn gebracht. Daraus soll sich nach einer Theorie der Mond gebildet haben.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Rekorde der Urzeit“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/92279/rekorde-der-urzeit als gedrucktes Taschenbuch oder als elektronisches E-Books im PDF-Format erhältlich. Das Taschenbuch kann man in rund 1.000 Online-Buchshops – wie Amazon. Buch.de, Bol.de, Libri.de - und in jeder guten Buchhandlung bestellen.

Dem stärksten Beschuss durch Meteorite war die Erde vor etwa 4 Milliarden Jahren ausgesetzt. Weil damals die Erdkruste noch nicht stabil gewesen ist, zerbrach sie gebietsweise immer wieder durch die Einschlagskraft der Meteorite. Auch der Mond stand zu dieser Zeit ebenfalls unter heftigem Beschuss durch kosmische Körper aus dem Weltall.

Der größte Meteorkrater auf dem Mond ist das Mare Imbrium (Regenmeer) mit einem Durchmesser von etwa 1000 Kilometern. Dieser Krater wurde vor etwa 4 Milliarden Jahren geschlagen und vor etwa 3,5 Milliarden Jahren durch mächtige Lavagüsse ausgefüllt. Als zweitgrößter Meteorkrater auf dem Mond gilt das Mare Crisium (Meer der Gefahren) mit einem Durchmesser von etwa 400 bis 500 Kilometern.

Als die größten und ältesten Meteorkrater auf der Erde gelten die Vredefort-Struktur in Südafrika und die Sudbury-Struktur in Ontario (Kanada). Beide haben einen Durchmesser von 140 bis 150 Kilometern und sind vor etwa 1,9 Milliarden Jahren wahrscheinlich jeweils durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden.

Der größte Meteorkrater Sibiriens heißt Popigai. Sein Durchmesser beträgt etwa 100 Kilometer. Die Alterssehätzungen liegen zwischen 70 und 20 Millionen Jahren.

Als größter Meteorkrater Brasiliens gilt der Araguainha-Dom mit einem Durchmesser von etwa 80 Kilometern. Er wurde vor weniger als 250 Millionen Jahren geschaffen.

Der größte Meteorkrater Schwedens ist der von Siljan, dort, wo heute der gleichnamige See liegt. Er hat einen Durchmesser von 52 Kilometern und ist vor etwa 365 Millionen Jahren entstanden.

Der größte Meteorkrater Deutschlands wurde im Miozän vor etwa 14,7 Millionen Jahren an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern geschlagen. Dieser heute als Nördlinger Ries bezeichnete Meteorkrater hat einen Durchmesser von maximal 24 Kilometern. Er wurde vermutlich durch einen riesigen Steinmeteoriten verursacht, der beim Eintritt in das Gravitationsfeld der Erde in zwei Teile zerbrach. Der größere davon stürzte auf die Gegend des heutigen Nördlinger Rieses, der kleinere auf die etwa 40 Kilometer davon entfernte Gegend von Steinheim (Kreis Heidenheim) in Baden-Württemberg, wo das 3,5 Kilometer Durchmesser erreichende Steinheimer Becken entstand. Bei der "Geburtsstunde" des Nördlinger Rieses wurde innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde durch den Aufprall des Himmelskörpers eine Energie freigesetzt, die der Zerstörung von nahezu fünfzig 100 Megatonnen-Atombomben entsprach. Im Mittelpunkt des Geschehens herrschte kurzfristig ein Druck von 5 bis 10 Millionen Atmosphären und eine Temperatur von etwa 10000 bis 30000 Grad Celsius. Gesteinstrümmer bis zu einigen 100 Meter Durchmesser wirbelten kilometerweit durch die Luft. Außerdem stieg ein gewaltiger Rauchpilz in die Atmosphäre auf. Im Umkreis der beiden süddeutschen Meteorkrater wurde alles Leben ausgelöscht.

Als der bekannteste und am besten erforschte Meteorkrater gilt der Arizona-Krater zwischen Flagstaff und Winslow in Arizona (USA). Er wurde im Eiszeitalter vor etwa 40000 Jahren durch einen Eisenmeteoriten geschlagen und hat einen Durchmesser von einem Kilometer. Dieser Eisenmeteorit hatte vermutlich einen Durchmesser von 30 Metern und ein Gewicht von 150000 Tonnen. Er raste mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50000 Stundenkilometern auf die Erde zu, wo er einen 1 Kilometer breiten und 160 Meter tiefen Krater schlug.

Die meisten Meteorite, die heute auf die Erde stürzen, stammen ursprünglich aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter, wo Tausende von kleinen Himmelskörpern ihre Bahnen ziehen. Die größten davon erreichen einen Durchmesser bis zu 1000 Kilometern, die meisten sind jedoch kleiner. Himmelskörper von unter 1 Kilometer bis zu mehreren 1000 Kilometern Durchmesser nennt man Asteroid, Planetoid oder kleiner Planet. Das Bruchstück eines Asteroiden, das in die Erdatmosphäre eintaucht, heißt Meteoroid. Ein Himmelskörper, der die Erdoberfläche erreicht hat, wird Meteorit genannt. Und das von einem Meteorit geschlagene Loch heißt - laut Duden - Meteorkrater, obwohl ein Meteor eigentlich eine Lichterscheinung ist. Unter den auf der Erde entdeckten Meteoriten kennt man inzwischen aber auch solche, die vom Mars stammen.

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Inhalt des Taschenbuches „Rekorde der Urzeit“:

Wann entstanden die ersten Meere, Inseln, Berge, Täler, Seen, Flüsse und Moore? Wo findet man heute noch Spuren vorzeitlicher Vulkane oder Meteorkrater? Seit wann gibt es Leben auf unserem "blauen Planeten"? In welcher Zeit wuchsen die frühesten Landpflanzen, die ersten Wälder, Nadelbäume, Laubbäume, Blumen und Gräser? Wann tauchten die ersten Dinosaurier, Flugsaurier, Vögel, Affen, Elefanten, Löwen und Pferde auf?

Auf all diese und viele andere Fragen aus der Urzeit vor etwa 4,6 Milliarden Jahren bis Christi Geburt gibt das Buch "Rekorde der Urzeit" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst eine Antwort. Es schildert die Entstehung der ersten Ozeane, gibt einen Einblick in die Gebirgsbildung und die unvorstellbaren Kräfte, die hierbei auftraten, beschreibt die Eroberung des Festlands durch Pflanzen, Insekten und Lurche.

Das Wissen über diese "Rekorde der Urzeit" ist in unzähligen Büchern, Fachpublikationen, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln verstreut, die häufig den Laien nicht bekannt, zugänglich und manchmal auch nicht verständlich sind, da sie in fremden Sprachen oder einer zu wissenschaftlichen Sprache abgefasst wurden. Das Material für dieses Buch wurde durch intensives Literaturstudium in Fachbibliotheken, durch Briefe und Gespräche mit Spezialisten zusammengetragen und in allen Fällen überprüft. Ohne die Hilfe und Beratung von Geologen, Vulkanologen, Astronomen, Botanikern, Paläontologen, Zoologen und Ornithologen wäre diese Aufgabe nicht zu lösen gewesen.

Jeder der erwähnten "Rekorde der Urzeit" kann durch einen neuen spektakulären Fund übertroffen werden. Denn die Erforschung der Vergangenheit von Landschaften, Pflanzen und Tieren steht nicht still. Was heute gilt, kann manchmal morgen schon überholt sein. So ist dieses Buch lediglich der Versuch einer Momentaufnahme des gegenwärtigen Wissensstandes.

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