Alltag November 2018

Alltag November 2018Erst einmal vielen Dank, dass mich keiner darauf aufmerksam gemacht hatte, dass es nicht März war, sondern Oktober 😀 Vielleicht lag es auch daran, dass ich noch nicht ausreichend Kaffee getrunken hatte, als ich den letzten Beitrag zu Ulli Gaus Idee zum Alltag geschrieben hatte 😉 Da schon einige in diesem Breich des morgendlichen Rituals mit der braunen heißen Brühe etwas geschrieben hatten, mir dieses Thema jedoch tiefer unter die Haut geht, gebe ich mal ausnahmsweise den Klugscheißer dazu 🙂 Immerhin hatte ich vor 15 Jahren einen superheißen Deal mit den Russen (als die noch brav waren) und habe ein Geschäft über fast 90 Tonnen Kaffee eingefädelt. Deshalb lud mich der damalige Chef der größten Kaffeerösterei Europas in seine heiligen Hallen ein, und ich lernte in stundenlangen Verkostungen so ziemlich alles, was man/ frau benötigt, um bei Kaffee im Bilde zu sein. Übrigens bin ich erst durch meine Frau mit etwa 35 Jahren auf den Geschmack gekommen. Zuvor war so ein Triebmittel noch nicht nötig 😀

Wäre der Kaffee nicht schon vor über 1000 Jahren entdeckt worden, leider sind genaue Quellen nicht belegt, man müsste ihn glatt erfinden, denn ein Leben ohne diese Zauberbohne ist kaum noch denkbar. Mal vom morgendlichen Pott Kaffee abgesehen, ist der goldbraune Muntermachen des Deutschen liebstes Getränk.

So entschied schon Papst Clemens VIII. (1600), dass Kaffee auch für Christen gut sei, denn in Afrika wurde diese Tradition schon lange gepflegt.

Eine lange Tradition

Das erste europäische Kaffeehaus eröffnete nach dieser päpstlichen Weisung folgerichtig in Italien und welche Stadt wäre 1683 besser dafür geeignet gewesen als Venedig, damals nicht nur eine wirtschaftliche Macht, sondern auch Kulturzentrum Europas, wo sich viele Künstler, wie zum Beispiel Albrecht Dürer, für ein paar Jahre oder sogar für immer nieder ließen. Selbst heute haben Schriftsteller wie Donna Leon ihren ersten Wohnsitz in der Lagunenstadt.

Wo ist Kaffee drin?

Alltag November 2018Außer das wir die Bohne als Getränk mit belebender Wirkung gerne zu uns nehmen, ist diese in viel mehr Lebensmitteln enthalten, als man sich das bewußt macht. Ob in Eis, Kuchen oder süßen Desserts, wie Tiramisu (siehe Rezept) ist die Bohne zu finden, aber auch ein gutes Chili verträgt eine Portion Kaffeebohnen. Ein Klassiker unter den Schnapsgetränken der 80er Jahre war ein brennbarer Sambucca, in dem man zuvor drei ganze Kaffeebohnen warf, was schon einmal die Frage beantwortet ob man die Bohnen einfach so essen kann. Mann kann! Frau sicher auch 🙂

Qualitätsmerkmale

Alltag November 2018Bei der Qualität hingegen kennen sich die Deutschen nicht gut aus. Bei der Verkostung in Oberösterreich ist bei mir hängen geblieben, dass ein wenig Zucker das Aroma einer guten Tasse Kaffee unterstreicht, während Milch den typischen Geschmack wieder abmildert, auch deshalb ist heute ein frischer Espresso mit einem Teelöffel Zucker mein Lieblingsgetränk was die Bohne angeht. Während ich dort nur die besten Sorten probiert habe (die meistgetrunkene Kaffeebohne ist Arabica, gefolgt von Robusta, etwa 15%, die zusammen 95% des Weltmarktes ausmachen). Die bekanntesten Kaffeesorten in Deutschland bestehen sehr oft aus den qualitativ schlechteren Bohnen, die Größenunterschiede, Bruch oder einen Anteil an Verunreinigungen aufweisen. Nicht gesundheitsgefährdent, aber alles andere als lecker. Wer also nicht gerne Steinchen, Erdklümpchen oder Zweige im Morgenkaffee hat, greift zu einer Packung Bohnen ab etwa 12,- Euro, denn alles unter 10 Euro ist mit diesen Inhaltsstoffen versehen und da sind vergammelte, verbrannte oder gebrochene Bohnen noch nicht einmal eingerechnet.

Tipps für besseren Kaffee

  • Sollten Sie einen Kaffeevollautomaten haben, brühen Sie bei niedrigster Temperatur und feinstem Mahlgrad, dann wird der Kaffee nicht bitter und kitzelt sogar, je nach Bohnenqualität, ein feines Schokoladenaroma heraus.
  • Sie benötigen keinen Filter für Ihr Wasser, denn der Filter siebt sogar alle vorhandenen Mineralien ab und das wäre doch schade, wo unser Wasser doch so streng kontrolliert wird.
  • Ach, in Italien ist es ein „no go“ nach dem Essen einen Cappuccino zu bestellen, denn das heißt, dass man nicht satt geworden ist. Machen Sie dem Wirt eine Freude und bestellen Sie Espresso 😉
  • Wenn Sie (noch) Kapseln besitzen und verarbeiten, ist Ihnen sowieso nicht mehr zu helfen, denn Sie könnten dann auch Kaffee selbst aufbrühen, was noch immer die beste Methode für excellenten Kaffee ist 😉

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