Alice versucht zu verführen…

Wer kennt sie nicht, die gut aussehende Alice, die im realen Leben Vanessa Hessler heißt und aus Italien kommt.

Alice von o2 (Foto o2)

Alice von o2 (Foto o2)

Als Alice verführt sie in den Einkaufszentren, besonders im Umfeld von o2 Shops, denn Alice ist in Deutschland an Hansenet „ausgeliehen“ und Hansenet wurde von Telefonica o2 kürzlich käuflich erworben. Wie lange Alice noch unter ihrem Namen werben darf, ist unklar, aber die gemeinsame Nennung von Alice und o2 läßt darauf schließen, daß eines Tages das Wort „Alice“ verschwinden könnte. Ob Frau Hessler weiter für o2 werben darf, ist nicht auszuschließen.

Zurück zur Realität: Eine reale junge Dame drückte mir in einem neu eröffneten Einkaufstempel einen zusammengetackerten Packen Prospekte plus eine Tüte blaue Fruchtgummis in „o2″ Form in die Hand.

Wenn ich „frei“ sein wolle, solle ich zu Alice kommen. Nun lebe ich in einer festen Beziehung, in jeglicher Hinsicht, aber die Zahlen auf dem Prospekt klangen auf den ersten flüchtigen Blick schon verlockend:

DSL-Flatrate inkl. Telefonanschluß ohne feste Vertragslaufzeit für 14,90 Euro/Monat (*) lese ich da und die Aktion sei vom 04.01. bis zum 31.03.11 befristet.

Das (*)-Sternchen klärt mich auf: Nach 12 Monaten kostet der Anschluß 24,90 Euro. Aha. Daß das Angebot nur für Neukunden gilt, die in den letzten Monaten nicht bei Alice waren, ist klar, sonst würden ja Schlaumeier nach 1 Jahr kündigen, bevor es teurer wird und sofort wieder unterschreiben, in der Hoffnung, daß es dann immer noch 14,90 Euro kostet.

Aber: Die DSL-Flatrate bietet Geschwindigkeiten von „bis zu 16.000″ – ob bei mir DSL verfügbar ist und wenn ja wie schnell, kann man nur erfahren, wenn man konkret bestellt und es schalten läßt, da kann man o2 nur bedingt einen Vorwurf machen, weil sie die Leitung oft von der Telekom mieten müssen, aber kundenfreundlich ist das nicht.

Zurück zu Alice:

Drehen wir das Flugblatt herum: Es geht um „Alice Light“ mit einer Internet-Flatrate (bis 16.000 kBit/s), mit Telefonanschluß aber zunächst ohne Gespräche (was kosten die?), mit einem DSL-Router (plus einmalige Versandkosten von 9.90 Euro) mit einer Fernsehflatrate (Fußnote, sofern das bei mir technisch geht und außerdem brauche ich dazu noch einen „Media-Receiver“ und der kostet noch mal 2,90/Monat oder einmalig 99,90 Euro extra.)

Die „Community Flatrate“ ist reizvoll, da Anrufe von meinem Festnetz-Anschluß (sofern von Alice) zu deutschen o2 Mobilfunkanschlüssen und zwischen o2 Mobilfunkanschlüssen untereinander kostenlos wären. Bedingung, die 5 Karten müssen auf eine Kundennummer laufen, d.h. ich hafte dann für Parter/in und Nachwuchs, nicht in allen Fällen ideal.

Fußnote 5 bestätigt mir noch, daß die einmalige Einrichtung mit 39,95 Euro zu Buche schlägt. Kündigen kann ich mit 4 Wochen zum Monatsende, das ist für heutige Zeiten absolut vorbildlich.

Würde ich im Monat 19,90 Euro investieren (später 29,90 Euro/Monat) bekäme ich noch die Festnetz-Flatrate dazu. die logischerweise nicht für Sondernummern gilt.

Im beigefügten o2-Hauptprospekt bietet man mir o2-DSL Komplettpakete an. Da kostet o2-DSL-komplett gleich 25,00 Euro im Monat, dann aber mit nur 2.000 kB/s dafür mit einer Sprachflatrate ins Festnetz. Anrufe zu o2 sind nicht kostenfrei, sondern schlagen mit 19 Cent/Minute zu Buche, ich könnte auch eine Flatrate zu o2 für 3 Euro im Monat dazu buchen. Eine Family & Partner-Flatrate würde 2 Euro mehr kosten, schnellerer Upload (1024) weitere 2 Euro , eine Flatrate ins Ausland je nach Ziel nochmal 4 bis 15 Euro extra. Anrufe zu fremden Mobilfunknetzen stehen mit 19 Cent in der Liste.

Je nachdem komme ich dabei auf einen ähnlichen Preis wie bei Fräulein Alice, jedoch bei langsamerer Surfgeschwindigkeit. Stattdessen sollte ich „o2-DSL-komplett-Plus“ buchen und hätte für 30 Euro im Monat 16.0000er Internet (sofern technisch verfügbar) Festnetz, o2 und Partner flat (sprich inklusive). Bei Bestellung von o2-komplett würde sogar der Anschlußpreis entfallen.

Verlgeichen wir mit einem Telekom „Call & Surf Comfort 5″. Der kostet 34,95 Euro im Monat (mit Online-Vorteil ein Jahr lang um 10% günstiger) und ist damit durchweg teurer als der o2 Anschluß und man muß sich für 24 Monate „binden“, was dann unpraktisch ist, wenn ein vorzeitiger Umzug oder Wechsel zu einem vermeintlich oder tatsächlich besseren Angebot nicht auszuschließen ist. Die Telekom berechnet für eine Flat ins D1-Netz 15 Euro mehr im Monat, das gilt aber nur vom eigenen Telekom-Festnetz zu allen D1-Anschlüssen, auch für Rufumleitungen, jedoch nicht umgekehrt).

Buche ich bei der guten alten Telekom, dann habe ich alles aus eigener Hand, was bestimmte Fehlerquellen von vorneherein auschließt, weil zu viele Köche den Brei verderben können.

Das Angebot von Fräulein Alice mag interessant klingen, aber bei Tiefstpreisangeboten, die gar nicht auf Dauer gelten sollen (auch Vodafone neigt zu solchen Rechentricks) geht bei mir eine innerliche Warnlampe an. Welche weiteren Überraschungen würden mich denn sonst noch so erwarten? Wie gut ist der Kundenservice in der Praxis? Erlebe ich dann gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen o2-Hansenet und Telekom, weil jeweils der „andere“ Schuld an meinen möglichen Problemen ist?

Alice oder o2-DSL? Da ist das o2-DSL-Komplett-Angebot schon klarer formuliert. Testet man bei o2, auf welche Angebote der Kunde eher „abfährt“ ?

Ich werde erst mal da bleiben, wo ich bin.


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