Algorithmen statt Anwälte – Automatisierung der juristischen Berufe

“The first thing we do, let’s kill all the lawyers”, legte Shakespeare einst seiner Figur Dick The Butcher in den Mund. Gut vierhundert Jahre später droht den Anwälten tatsächlich der Untergang. Umgebracht werden sie wohl nicht, allerdings steht der Berufsstand vor gewaltigen Umwälzungen. In naher Zukunft werden über tausende juristische Berufe durch Algorithmen und Maschinen ersetzt.

Eine Studie von Deloitte schätzt, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten in Grossbritannien ungefähr 114’000 Stellen im juristischen Sektor Algorithmen weichen werden müssen. Das sind über 39% der Jobs in der Rechtsbranche. Natürlich bedeutet das nicht, dass alle Stellen einfach verloren gehen. Die Automation wird vor allem Stellen mit einer hohen Routineintensität verschlingen. Die Tätigkeiten von juristischen Sekretariatsfachkräften beinhalten zu 92% Routinearbeit und werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% durch die Digitalisierung obsolet werden. Auch die Tätigkeiten von Anwälten und Richtern sind sehr routineintensiv. Während Anwälte allerdings noch nicht so schnell von Maschinen ersetzt werden, ist das bei Richtern schon eher der Fall.  Dagegen tragen die Anwaltstätigkeiten ein höheres Risiko ausgelagert zu werden. Auch Personen in beratenden Funktionen im Rechts- und Finanzbereich müssen sich damit abfinden, dass Maschinen ihre Arbeit übernehmen werden. Die Royal Bank of Scotland hat bereits damit begonnen, Roboter als finanzielle Berater einzusetzen. Sie können grosse Mengen an Daten einfacher verarbeiten als ein Mensch und somit schneller korrekte Schlüsse ziehen.

Während also Routinetätigkeiten der Digitalisierung zum Opfer fallen, wird es in juristischen Bereichen zukünftig vermehrt Fachkräfte brauchen, welche neue Technologien managen und entwickeln. Ausserdem werden Legal-Unternehmen vermehrt externe Fachkräfte (z.B. von spezialisierten Unternehmen oder Freelancer) hinzuziehen müssen. Sei dies für technologische Belange oder für das eigentliche Kernbusiness. Traditionelle Anwälte werden weniger beschäftigt werden. Diejenigen, welche allerdings weiterhin beschäftigt sind, müssen ihre Skills erweitern. Denn sie werden auch mit komplexen Technologien und grossen Datenmengen agieren und diese Aspekte mit den traditionellen Anwaltstätigkeiten verbinden müssen.

Schon heute gibt es nur noch gut 1000 Legal-Jobs (Anwälte, Juristen, Compliance Officers, Anwaltssekretäre, etc.) in der Schweiz.


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