Algarve News: 14. bis 20. Oktober 2019

Algar­ve News und Por­tu­gal News aus KW 42/2019: Mon­chi­que auf­ge­fors­tet | Wan­dern mit Kunst | Moder­ne Ufer | Posi­ti­ver August | Schwe­din (18) geret­tet - unser Wochen­rück­blick ent­hält noch wei­te­re span­nen­de Nach­rich­ten!

Algarve News und Portugal News: Was sonst noch geschehen ist

In der zurück­lie­gen­den Woche ist an der Algar­ve und in ganz Por­tu­gal noch man­ches ande­re pas­siert. Aus dem Nach­rich­ten­strom haben wir für Sie die­je­ni­gen fünf Haupt­as­pek­te her­aus­ge­fil­tert, die wir für die wich­tigs­ten für unse­re deutsch­spra­chi­gen Nut­zer hal­ten, ergänzt um ein paar the­ma­tisch pas­sen­de, aber weni­ger wich­ti­ge:

Algarve News: Ryanair und Zoomarine forsten auf

Algarve News: 14. bis 20. Oktober 2019

Am Diens­tag, 22. Okto­ber, wird auf dem Gip­fel der Algar­ve, dem Berg Foia, das Pro­jekt „Rena­tu­re Mon­chi­que" vor­ge­stellt. Maß­geb­lich unter­stützt die iri­sche Bil­lig­flug­li­nie Ryan­air das Vor­ha­ben. Des­halb hat auch deren Hol­ding­chef Micha­el O'Leary sein Kom­men zur Ver­trags­un­ter­zeich­nung zuge­sagt. Sie fin­det ab 12:30 Uhr im Café Pla­nal­to auf dem Foia statt. Wei­te­re Pro­jekt­part­ner sind der Tou­ris­mus­ver­band der Algar­ve, die Orga­ni­sa­ti­on GEOTA (Gru­po de Estu­dos de Orde­na­men­to do Ter­ritó­r­io e Ambi­en­te), das Wald- und Natur­schutz­in­sti­tut ICNF sowie die Kreis­ver­wal­tung von Mon­chi­que. Ange­strebt ist eine Wie­der­auf­fors­tung auf Tei­len der 27.000 Hekt­ar gro­ßen Flä­che, die im August ver­gan­ge­nen Jah­res durch ver­hee­ren­de Wald­brän­de in der Regi­on Scha­den nahm. Ins­ge­samt sol­len 75.000 Bäu­me gepflanzt wer­den. Am Frei­tag infor­mier­te der Ver­ein Almar­gem die Bevöl­ke­rung von Mon­chi­que über die geplan­te Ver­bes­se­rung des Wan­der­we­ge­net­zes zur Revi­ta­li­sie­rung des Tou­ris­mus in die­ser Berg­re­gi­on.

Auch der Was­ser­park Zoo­ma­ri­ne hat ein ähn­li­ches Auf­fors­tungs­pro­jekt in Pla­nung. Am 10. und am 11. Novem­ber betei­ligt er sich erneut an der " Ope­ra­ção Mon­tan­ha Ver­de". In den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren sorg­te sie für die Pflan­zung von 36.000 Bäu­men in vier Krei­sen der Algar­ve. Jetzt sol­len wei­te­re 42.000 Setz­lin­ge in Sil­ves, Lou­lé, Por­timão, Mon­chi­que, Lagoa, Olhão, Tavi­ra und São Brás de Alpor­tel gepflanzt wer­den. Sowohl Zoo­ma­ri­ne als auch Ryan­air zogen in jüngs­ter Zeit auch Kri­tik auf sich - der Was­ser­park wegen Ver­hal­tens­wei­sen beim Umgang mit gefan­gen gehal­te­nen Del­fi­nen und See­lö­wen und die Air­line wegen der Redu­zie­rung ihres Stütz­punkts in Faro.

Ryanair streicht Faro-Verbindungen von Hamburg aus

In der zurück­lie­gen­den Woche wur­de bekannt, dass Ryan­air auch sei­ne Basis auf dem Flug­ha­fen Ham­burg am 8. Janu­ar 2020 schlie­ßen wird. Dadurch fal­len sie­ben Ver­bin­dun­gen weg. Das betrifft die Flü­ge nach Faro, Kra­kau, Lis­sa­bon, Oslo, Gran Cana­ria, Vero­na und Zadar. Neu nimmt Ryan­air ab Ham­burg die Flug­zie­le Edin­burg, Por­to, Sevil­la und Mar­ra­kesch auf und bedient die­se vom kom­men­den Som­mer­flug­plan an. Die Bil­lig­flug­li­nie befin­det sich schon seit Län­ge­rem auf einem Rück­zugs­kurs im deut­schen Markt. Davon sind vor allem regio­na­le Flug­hä­fen wie Frank­furt-Hahn, Düs­sel­dorf-Wee­ze und auch Bre­men betrof­fen. Ryan­air zog sich inzwi­schen kom­plett aus dem inner­deut­schen Ver­kehr zurück.

Wandern mit Kunst verbinden

Die zwei­te Aus­ga­be des Barão de São João - Walk & Art Fest soll vom 1. bis 3. Novem­ber statt­fin­den. Start des drei­tä­gi­gen Pro­gramms mit Umwelt­bil­dungs­ak­ti­vi­tä­ten für Fami­li­en ist im Kul­tur­zen­trum des Ortes, wie die Ver­an­stal­ter mit­teil­ten. Gebo­ten wer­den auch Work­shops, Vor­trä­ge, Dis­kus­sio­nen und täg­lich bis zu zehn Wan­de­run­gen unter­schied­li­cher Län­ge. Bei die­sen geht es um Bota­nik, Vogel­be­ob­ach­tung, Archäo­lo­gie, Geo­lo­gie und das Kul­tur­er­be. Das Wan­der­fest hat auch eine star­ke künst­le­ri­sche Kom­po­nen­te: Künst­ler des Ortes ver­an­stal­ten Work­shops und erläu­tern in der wald­rei­chen Regi­on ihre dort aus­ge­stell­ten Wer­ke. Orts­an­säs­si­ge Ein­woh­ner wer­den als Wan­der­füh­rer tätig sein und mit den Geheim­nis­sen der Regi­on ver­traut machen.

Natur-Keramik auf Burg Silves

"Schät­ze der Natur" heißt die Aus­stel­lung mit Kera­mik-Arbei­ten des Schwei­zer Künst­lers Syl­va­in Bon­gard und sei­ner Frau Tara, die bis zum 7. Janu­ar täg­lich von 9 bis 17 Uhr im Gar­ten der Burg in Sil­ves zu betrach­ten ist. Zu sehen sind rund sechs Dut­zend Wer­ke aus dem Stu­dio Bon­gard ( Fer­ra­gu­do) in einer Grö­ße von 30 Zen­ti­me­tern bis zu zwei Metern. Der eine Teil der Aus­stel­lung wid­met sich - pas­send zur Benen­nung von Sil­ves als „Oran­gen­haupt­stadt Por­tu­gals" - dem The­ma Oran­ge. Auch ande­re Zitrus­früch­te aus Kera­mik und mit ihrem Anbau ver­bun­de­ne Objek­te sind zu sehen. Der ande­re Teil der Aus­stel­lung behan­delt das The­ma Fau­na der Regi­on. Bewun­dert wer­den kön­nen Kera­mik-Tie­re wie zum Bei­spiel Hase, Luchs, Fuchs, Eule, Storch, Cha­mä­le­on, Eidech­se und aller­hand Mee­res­tie­re. Syl­va­in Bon­gard (Jahr­gang 1959) stammt aus Genf in der Schweiz. 1970 zog er als Kind nach Por­tu­gal, stu­dier­te in Deutsch­land und Eng­land und arbei­tet seit 1980 dau­er­haft als Künst­ler an der Algar­ve. Sei­ne Frau Tara Eza­guy (Jahr­gang 1970) hat anglo-por­tu­gie­si­sche Wur­zeln, leb­te lan­ge in Isra­el und wohnt seit 2005 dau­er­haft in Por­tu­gal. Ihre Spe­zia­li­tät sind zum Bei­spiel Zeich­nen, Holz­ver­ar­bei­tung und Glas­ma­le­rei.

Algarve News: Städtetag bekommt neuen Chef

Der Ver­wal­tungs­chef des größ­ten Algar­ve-Krei­ses, Vítor Alei­xo aus Lou­lé, will Vor­sit­zen­der des regio­na­len Städ­te- und Gemein­de­bun­des, AMAL, wer­den. Das gab er am Frei­tag­abend bekannt. Der bis­he­ri­ge AMAL-Prä­si­dent Jor­ge Botel­ho war ins por­tu­gie­si­sche Par­la­ment gewählt wor­den, wes­halb er sein Amt abgibt. Wer­de er in die regio­na­le Füh­rungs­po­si­ti­on gewählt, sei „die Ver­tei­di­gung der Algar­ve und der Algar­via­ner" sein Haupt­ziel, ließ Alei­xo ver­lau­ten. Für ihn sei­en der Gesund­heits­be­reich, ins­be­son­de­re der Bau des lang erwar­te­ten Zen­tral­kran­ken­hau­ses, und die Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del genau­so Prio­ri­tä­ten wie die regio­na­le Mobi­li­tät, der ter­ri­to­ria­le Zusam­men­halt und die Pro­ble­me des Hin­ter­lan­des. Vitor Manu­el Gonçal­ves Alei­xo wur­de am 7. Febru­ar 1956 in Lou­lé gebo­ren. Er ist gelern­ter Buch­händ­ler und wur­de für die Man­da­te 2013/2017 und 2017/2021 zum Bür­ger­meis­ter von Lou­lé gewählt.

Albufeira berät Tourismus-Strategie

In Alb­ufei­ra hat zum ers­ten Mal der Rat für Tou­ris­mus getagt - eine ört­li­che Koordinierungs‑, Beratungs‑, Abstim­mungs- und Stu­di­en­stel­le. Bür­ger­meis­ter José Car­los Rolo erhofft sich von dem Gre­mi­um, dass es „eine Brü­cke des Dia­logs und der Kon­sul­ta­ti­on zwi­schen öffent­li­chen und pri­va­ten Akteu­ren des Sek­tors" schlägt. Die Sit­zung dau­er­te mehr als drei Stun­den. Auf der Tages­ord­nung stan­den laut Kom­mu­ne vor allem die Bewer­tung der Tou­ris­mus­ent­wick­lung von Janu­ar bis Sep­tem­ber, eine Ana­ly­se der Sicher­heits­la­ge sowie Stra­ßen­bau­pro­jek­te. Auch aktu­el­le The­men wie die Erreich­bar­keit der Algar­ve mit dem Flug­zeug, eine gleich­mä­ßi­ge­re Aus­las­tung über das gesam­te Jahr hin­weg, der kurz- und mit­tel­fris­ti­ge Ein­fluss des Aus­tritts Groß­bri­tan­ni­ens aus der EU sowie der Kon­kurs des Rei­se­ver­an­stal­ters Tho­mas Cook. Beim The­ma Sicher­heit beton­ten die Teil­neh­mer, "dass die­ser Bereich ver­bes­sert wer­den muss, ins­be­son­de­re durch die Stär­kung der Poli­zei­ar­beit und die Ein­füh­rung stren­ge­rer Vor­schrif­ten durch den Pri­vat­sek­tor", so heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung. Dem­nach sprach sich Bür­ger­meis­ter Rolo für ein „gemein­sa­mes Enga­ge­ment aller Sek­to­ren" aus, um die Zukunfts­aus­sich­ten und das Image von Alb­ufei­ra zu ver­bes­sern. Die Kom­mu­ne berei­te die Aus­ar­bei­tung eines „stra­te­gi­schen Plans für den Tou­ris­mus" an.

Stadt stoppt Lebensmittel-Verschwendung

In Vila Real de San­to Antó­nio hat die gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­ti­on ReFood ihren Sitz und ihr Ope­ra­ti­ons­zen­trum eröff­net. Die Räum­lich­kei­ten der 2017 vom Bri­ten Hun­ter Hal­der gegrün­de­ten gemein­nüt­zi­gen, unab­hän­gi­gen Orga­ni­sa­ti­on befin­den sich im Docape­s­ca-Lager 3. Sie sind zwi­schen 15 und 22:30 Uhr geöff­net. Die Frei­wil­li­gen sam­meln übrig geblie­be­ne Lebens­mit­tel aus Restau­rants, Super­märk­ten, Bäcke­rei­en, Cafés, Kon­di­to­rei­en, Hotels und ande­ren Ein­rich­tun­gen und ver­tei­len die­se an Bedürf­ti­ge. Dadurch sol­len die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln und die Abfall­men­gen redu­ziert und gleich­zei­tig der Hun­ger bekämpft wer­den. Wer an Mit­wir­kung inter­es­siert ist, kann eine Mail an die Adres­se [email protected] sen­den.

Die Moder­ni­sie­rung der Gär­ten an der Ufer-Front der Hafen­stadt Olhão geht in die nächs­te Pha­se. Die Kom­mu­nal­ver­wal­tung ver­gab zwei wei­te­re Auf­trä­ge im Wert von 1,75 Mil­lio­nen Euro für die Parks Patrão Joa­quim Lopes und Pes­ca­dor Olha­nen­se. Damit schrei­ten die Reno­vie­rungs­ar­bei­ten fort, die mit den Stra­ßen­bau­ar­bei­ten an der Ave­ni­da 5 de Outubro, Bür­ger­stei­ge und Fuß­gän­ger­zo­nen begon­nen haben. Geplant sei ein inte­grier­tes Gesamt­ge­bil­de, das die Ver­bin­dung zum Meer auch in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels unter­strei­che, teil­te die Stadt mit.

Ufer-Arbeiten in Monte Gordo schreiten fort

In Mon­te Gordo an der Ost-Algar­ve gehen die Arbei­ten zur Moder­ni­sie­rung der dor­ti­gen Ufer­parks bereits in die End­pha­se. Hier wer­den neue Stadt­mö­bel instal­liert und wei­te­re Frei­zeit­flä­chen geschaf­fen. Das von der Gemein­de Vila Real de San­to Antó­nio ent­wi­ckel­te Pro­jekt umfasst die Schaf­fung von zwei Grün­flä­chen mit Innen­we­gen in der Nähe des Casi­nos und meh­re­ren Auf­ent­halts­or­ten. Die Kos­ten belau­fen sich auf 186.000 Euro.

Faro startet Krematorium-Bau

In Faro haben die Bau­ar­bei­ten für das ers­te und damit ein­zi­ge Kre­ma­to­ri­um der Algar­ve begon­nen. Die Stät­te für die Ein­äsche­rung von Lei­chen soll im Sep­tem­ber 2020 fer­tig­ge­stellt sein. Die Plä­ne für das Kre­ma­to­ri­um mit zwei Ver­bren­nungs­an­la­gen exis­tie­ren seit etwa zehn Jah­ren. Bis­lang muss­ten ein­zu­äschern­de Lei­chen stets in den Raum Lis­sa­bon über­führt wer­den. Betrei­ber des Kre­ma­to­ri­ums in Faro wird das Unter­neh­men Ser­vi­lu­sa sein, das für die Anla­ge rund 1,1 Mil­lio­nen Euro zahlt. Nach des­sen Anga­ben wer­den täg­lich sechs bis sie­ben Ein­äsche­run­gen mög­lich sein. Wir berich­te­ten am 23. Juni über das Pro­jekt in unse­rer Nach­richt "Regi­on bekommt Kre­ma­to­ri­um in Faro".

Portugal News: August-Tourismus positiver als 2018

Por­tu­gal hat im August 3,3 Mil­lio­nen Gäs­te emp­fan­gen (plus 6,6 Pro­zent) und 9,5 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen (plus 2,6 Pro­zent) ver­zeich­net. Das mel­de­te die Lis­sa­bo­ner Sta­tis­tik­be­hör­de INE am Mon­tag. Die durch­schnitt­li­che Auf­ent­halts­dau­er betrug im Hoch­som­mer­mo­nat 2,88 Über­nach­tun­gen (minus 3,7 Pro­zent). 68,3 Pro­zent der ver­füg­ba­ren Bet­ten waren aus­ge­las­tet (minus 1,9 Pro­zent­punk­te). Aller­dings nah­men die Tou­ris­mus­um­sät­ze im August um 6,4 Pro­zent zu und belie­fen sich im gan­zen Land auf 630 Mil­lio­nen Euro. INE ver­öf­fent­lich­te selbst kei­ne die ein­zel­nen Regio­nen betref­fen­den Teil­ergeb­nis­se. Aller­dings gab der regio­na­le Tou­ris­mus­ver­band der Algar­ve, RTA, fol­gen­des bekannt: Seit Janu­ar habe die Algar­ve im Tou­ris­mus gut 904 Mil­lio­nen Euro ein­ge­nom­men, was fast 42 Pro­zent aller ent­spre­chen­den Erträ­ge im gan­zen Land ent­sprach. Das Ein­nah­me­wachs­tum im Spit­zen­mo­nat August betrug laut RTA 7,4 Pro­zent und lag damit über dem Lan­des­durch­schnitt. Gezählt wur­den an der Algar­ve unter ande­rem rund 142.000 Bri­ten, 78.000 Spa­ni­er, 50.000 Fran­zo­sen, 38.000 Iren und 34.000 Deut­sche. Laut João Fer­nan­des, Chef des Tou­ris­mus­ver­bands RTA, konn­te die Algar­ve die Her­aus­for­de­run­gen eines Monats meis­tern, der vor allem durch fort­ge­setz­te Unsi­cher­heit wegen des bevor­ste­hen­den Bre­xits, durch Ein­spa­run­gen bei den rei­se­un­wil­li­ge­ren Deut­schen, unge­wöhn­li­chen Hit­ze­wel­len in Quell­märk­ten für die Algar­ve und den neu­er­li­chen Gefahr­gut­fah­rer-Streik geprägt war.

Militärs agieren vor Südküste

Das por­tu­gie­si­sche Mari­ne-Boot „Andro­me­da" kreuzt noch bis zum 3. Novem­ber vor der Küs­te der Algar­ve, um bei der Kar­tie­rung von Sand- und Gestein-Abla­ge­run­gen auf dem Mee­res­bo­den zu hel­fen. Wis­sen­schaft­ler erhof­fen sich von den Ergeb­nis­sen Auf­schlüs­se für die Rekon­struk­ti­on von Tsu­na­mi-Ereig­nis­sen in der Ver­gan­gen­heit. Ein wei­te­res Schiff der Mari­ne, die „Via­na do Cas­te­lo", nimmt bis zum 25. Okto­ber an der Übung SEABORDER 19 teil. Hier­an betei­ligt mit Schif­fen und Flug­zeu­gen sind auch Alge­ri­en, Spa­ni­en, Frank­reich, Ita­li­en, Liby­en, Mal­ta, Mau­re­ta­ni­en, Marok­ko und Tune­si­en. Das Manö­ver simu­liert Sze­na­ri­en, in denen mari­ti­mer Ter­ro­ris­mus und durch Kli­ma­wan­del ver­ur­sach­te ille­ga­le Migra­ti­on eine Rol­le spie­len. So wird etwa das Abfan­gen eines Han­dels­schif­fes vor einem euro­päi­schen Hafen geübt, das im Ver­dacht steht, von einem trans­na­tio­na­len kri­mi­nel­len Netz­werk genutzt zu wer­den. Por­tu­gals Luft­waf­fe unter­stützt mit einem C‑295-Trans­port­flug­zeug einen Ein­satz der euro­päi­schen Grenz­schutz­agen­tur FRONTEX zur Über­wa­chung der See­gren­zen vor der Küs­te Anda­lu­si­ens. Es gehe bei der Ope­ra­ti­on "OJ INDALO 2019" vor Mala­ga um die Auf­de­ckung von ille­gal zuströ­men­den Migran­ten aus Nord­afri­ka, so die Luft­waf­fe.

Algarve News: Region fehlen Lehrer

Die Algar­ve und Lis­sa­bon sind die Regio­nen Por­tu­gals, in denen sich mehr als die Hälf­te der unbe­setz­ten Leh­rer-Stel­len befin­den. Einer der Haupt­grün­de sei die Schwie­rig­keit für inter­es­sier­te Leh­rer aus ande­ren Regio­nen, erschwing­li­che Woh­nun­gen an der Süd­küs­te und in der Haupt­stadt zu fin­den, berich­te­te die Zei­tung Jornal de Notíci­as. Zusam­men haben die Algar­ve und Lis­sa­bon 1.213 freie Stel­len für Leh­rer. Am stärks­ten vom Leh­rer­man­gel betrof­fen sind die Fächer Infor­ma­tik, Geo­gra­phie und Eng­lisch. Laut Pedro Til­de, dem Direk­tor einer Sekun­dar­schu­le in Set­úbal, leben an der Algar­ve bereits Leh­rer auf Cam­ping­plät­zen, um Kos­ten zu spa­ren. Laut Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um bewe­gen sich die Schwie­rig­kei­ten "im Ein­klang mit den Vor­jah­ren".

Portugal News: Tourismus-Staatssekretärin rückt auf

Die nächs­te sozia­lis­ti­sche Regie­rung wird fünf neue Minis­ter haben. Prä­si­dent Mar­ce­lo Rebelo de Sou­sa gab grü­nes Licht für die Kabi­netts­lis­te, die der alte und neue Regie­rungs­chef Antó­nio Cos­ta ihm am Diens­tag vor­leg­te. Zu den Neue­run­gen gehört die Beför­de­rung von Tou­ris­mus-Staats­se­kre­tä­rin Ana Men­des Godin­ho zur Minis­te­rin für Arbeit, Soli­da­ri­tät und sozia­le Sicher­heit. Sie war in ihrer bis­he­ri­gen Funk­ti­on häu­fig an der Algar­ve - eben­so wie Ana Pau­la Vito­ri­no (Mee­res­mi­nis­te­ri­um) und Capou­las San­tos (Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um). Bei­de wer­den der neu­en Regie­rung aber nicht mehr ange­hö­ren. Was mit den aus der Algar­ve stam­men­den Staats­se­kre­tä­ren José Apo­liná­rio (Fische­rei) und Miguel Frei­tas (Fors­ten) geschieht, ist noch nicht bekannt. Die ande­ren neu­en Minis­ter sind Alex­an­dra Leitão (Moder­ni­sie­rung des Staa­tes und der öffent­li­chen Ver­wal­tung), Ana Abrun­ho­sa (ter­ri­to­ria­ler Zusam­men­halt), Maria do Céu Albu­quer­que (Land­wirt­schaft) und Ricar­do Ser­rão San­tos (Meer). Die bei­den Res­sorts für ter­ri­to­ria­len Zusam­men­halt und Moder­ni­sie­rung von Staat und Ver­wal­tung wur­den neu geschaf­fen. Die meis­ten ande­ren Minis­te­ri­um behal­ten ihre Res­sort­chefs.

Umweltschützer besorgt über Luftqualität

Die por­tu­gie­si­sche Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on ZERO ist - unge­ach­tet leich­ter Ver­bes­se­run­gen - noch immer besorgt über die erheb­li­chen Aus­wir­kun­gen schlech­ter Luft­qua­li­tät im Lan­de. Die­se sei im Jahr 2016 ver­ant­wort­lich für 5.830 vor­zei­ti­ge Todes­fäl­le gewe­sen, ver­weist die Orga­ni­sa­ti­on auf einen Bericht der euro­päi­schen Umwelt­agen­tur. Danach star­ben 4.900 Men­schen in Por­tu­gal vor­zei­tig wegen hoher Fein­staub-Kon­zen­tra­tio­nen (PM2,5), 610 auf­grund von erhöh­ten Stick­stoff­di­oxid- (NO2) und 320 auf­grund von über­höh­ten Ozon-Wer­ten. 2018 sei ein wei­te­res schwie­ri­ges Jahr für die Luft­qua­li­tät gewe­sen, kon­sta­tiert ZERO. Die zen­tra­le Luft­qua­li­täts­über­wa­chungs­sta­ti­on an der Ave­ni­da da Liber­dade in Lis­sa­bon habe im Jah­res­durch­schnitt den Grenz­wert beim Stick­stoff­di­oxid mit 60,7 Gramm pro Kubik­me­ter wei­ter­hin deut­lich über­schrit­ten. Die Uni­ver­si­tät Avei­ro ver­öf­fent­lich­te in der zurück­lie­gen­den Woche eine Stu­die, wonach die Luft­ver­schmut­zung durch See­ver­kehr vor der Küs­te Por­tu­gals mit alar­mie­ren­der Geschwin­dig­keit zunimmt. Danach macht die an der por­tu­gie­si­schen Küs­te bei Por­to (Lei­xões) auf­tre­ten­de Luft­ver­schmut­zung durch den vor­bei­zie­hen­den See­ver­kehr etwa ein Fünf­tel der Ver­schmut­zung durch Stick­oxi­de (NOx) aus. Die­se gehö­ren zu den schäd­lichs­ten Schad­stof­fen für die mensch­li­che Gesund­heit und die Umwelt.

Fünf Algarve News und Portugal News aus der Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten

Schwe­din (18) geret­tet, Seni­or (73) tot auf­ge­fun­den: Am ver­gan­ge­nen Sams­tag haben See­not­ret­ter eine 18-jäh­ri­ge Schwe­din von Bord eines Segel­schul­schif­fes gebracht, das 52 Kilo­me­ter vor der Küs­te von Por­timão fuhr. Sie hat­te über star­ke Bauch­schmer­zen geklagt und wur­de in Beglei­tung eines Aus­bil­ders ins Kran­ken­haus der Hafen­stadt gebracht. - Der 73-jäh­ri­ge Mann, der am 10. Okto­ber aus dem Kran­ken­haus von Por­timão ver­schwun­den war, ist tot. Die Lei­che des wegen geis­ti­ger Ver­wirrt­heit ein­ge­lie­fer­ten Seni­ors fand ein Pas­sant nur weni­ge Kilo­me­ter vom Hos­pi­tal ent­fernt in Pal­hei­ros. Die Poli­zei ermit­telt der Her­gang.

Poli­zei kon­trol­liert Mobil­heim-Fah­rer: In Quar­tei­ra hat die Poli­zei am Diens­tag 24 Fah­rer von Cam­per Vans iden­ti­fi­ziert, die an den Strän­den von For­te Novo, Almar­gem und Tra­fal ille­gal über­nach­te­ten. Ihnen dro­hen nun Geld­bu­ßen bis 200 Euro, weil sie außer­halb der zuläs­si­gen Abstell­plät­ze park­ten. Die Pra­xis des ille­ga­len Abstel­lens von Cara­vans stel­le wegen der Hin­ter­las­sen­schaf­ten nicht nur ein Risi­ko für die öffent­li­che Gesund­heit dar, son­dern ver­är­ge­re wegen des behin­der­ten Strand­zu­gangs auch die ande­ren Urlau­ber, heißt es im Poli­zei­be­richt. Die Wache wol­le das „Bewusst­sein der Besit­zer für ein ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te­res und umwelt­freund­li­che­res Ver­hal­ten wei­ter stär­ken". - Bei einer Ver­kehrs­kon­trol­le in Alje­zur fiel der Poli­zei ein 36-Jäh­ri­ger auf, weil es in sei­nem Wagen stark nach Haschisch roch. In der Tat fan­den die Beam­ten dort mehr als 2.000 Dosen Can­na­bis im Wert von 13.000 Euro. Der Mann wur­de unter dem Ver­dacht des Dro­gen­han­dels fest­ge­nom­men.

Fisch­kut­ter gesun­ken: Am frü­hen Don­ners­tag­mor­gen ist ein Fischer­boot knapp zwei Kilo­me­ter süd­lich der Insel Deser­ta gesun­ken. Die 11 Besat­zungs­mit­glie­der konn­ten im Mor­gen­grau­en von her­bei­ge­eil­ten Kol­le­gen geret­tet wer­den. Auch Boo­te der Was­ser­schutz­po­li­zei, der Lebens­ret­ter in Olhão und der Mari­ne waren vor Ort. Jetzt unter­su­chen die Behör­den die Ursa­che des Unfalls und ob das gesun­ke­ne Boot geho­ben wer­den kann. - Am Mitt­woch stell­te die Poli­zei auf der Insel Cula­t­ra und in Quar­tei­ra ins­ge­samt 270 Kilo­gramm Muscheln sicher, die ille­gal gefan­gen wor­den waren. Auf die Fischer war­ten Geld­stra­fen. Im gan­zen Land beschlag­nahm­te die Poli­zei von Juni bis Mit­te Okto­ber, also in der Sar­di­nen­fang­sai­son, rund 37 Ton­nen die­ses Fisches. Für ihn gel­ten stren­ge Fang­quo­ten, um die Bestän­de zu sichern. Des­halb gilt seit dem 12. Okto­ber ein Fang­ver­bot.

Auf Müll­de­po­nie schwer ver­letzt: Ein 45-jäh­ri­ger Por­tu­gie­se hat sich am Don­ners­tag­nach­mit­tag schwer ver­letzt, als sein schwe­res Fahr­zeug auf der Müll­hal­de des Sota­ven­to in Cor­tel­ha (Kreis Lou­lé) umkipp­te und er einen 30 Meter tie­fen Abhang hin­un­ter­fiel. Mit sei­nen schwe­ren Ver­let­zun­gen wur­de er per Hub­schrau­ber ins Kran­ken­haus nach Faro gebracht.

Ver­dacht auf Kin­des­miss­brauch: Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat in Por­timão einen 46-Jäh­ri­gen ver­haf­tet. Der Bau­ar­bei­ter soll seit 2012 sei­ne Stief­toch­ter in der Woh­nung von deren Mut­ter mehr­fach miss­braucht haben. Dazu nütz­te er laut Poli­zei Zei­ten aus, in denen er mit dem heu­te 14-jäh­ri­gen Mäd­chen allein in der Woh­nung der Mut­ter war.

Redaktioneller Hinweis zu den Algarve News und Portugal News:

Woche für Woche stel­len unse­re Algar­ve-Exper­ten für deutsch­spra­chi­ge Lese­rin­nen und Leser in unse­rem Rück­blick „ Algar­ve News" Kurz­nach­rich­ten zusam­men. Nach unse­rer sub­jek­ti­ven Ansicht sind die­se für Urlau­ber und Resi­den­ten beson­ders inter­es­sant und rele­vant. Damit wol­len wir einen schnel­len und prä­gnan­ten Gesamt­über­blick ermög­li­chen. Wenn Sie eine Über­sicht der Algar­ve News und Por­tu­gal News aus den ver­gan­ge­nen Wochen suchen, kön­nen Sie auf unse­re Kate­go­rie Wochen­rück­blick zurück­grei­fen.

Algarve News: 14. bis 20. Oktober 2019 Algarve News: 14. bis 20. Oktober 2019

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