Alexandre “Sandro” Rosell – Nicht nur Hoeness braucht gute Anwälte

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Eigentlich heisst er gar nicht Sandro, der Präsident des FC Barcelona. Geboren wurde er als Alexandre Rosell i Feliu – und so steht er dann auch als Repräsentant in den Papieren des Unternehmens “Uptrend Development LLC” in den USA: “Alexandre R. Feliu”. Über diese US-Firma sackte der Barça-Präsident über Jahre 450.000 Dollar für jedes Spiel der brasilianischen Nationalmannschaft ein, insgesamt bisher mehr als acht Millionen, wie die Papiere beweisen, zu denen die brasilianische Zeitung “O Estado de Sao Paulo” Zugang bekam.

 

Diese Summe ist Teil der Zahlung, die der brasilianische Fussballverband (CBF) vertragsgemäss von der arabischen Firma ISE bekommt, die die Rechte an den Freundschaftsspielen des fünffachen Weltmeisters gekauft hatte: 1,6 Millionen Dollar. Für jedes Spiel floss (und fliesst bis 2022!) also knapp eine halbe Million Dollar auf das Konto von Rosell, angeblich für geleistete Arbeit im Bereich “Werbung und Promotion”. Dumm nur, dass genau diese Aufgabe gar nicht von Rosells “Uptrend Development” erledigt wird sondern vom Schweizer Unternehmen Kentaro.

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Alexandre R. Feliu bekommt 450.000 Dollar von jedem Freundschaftsspiel der
brasilianischen Nationalmannschaft – für nichts.

Die Zahlungen an Rosell haben also einen ganz anderen Hintergrund und da muss man wahrlich nicht lange suchen. Sie liegen in der innigen Freundschaft begründet, die der falsche Sandro mit dem langjährigen Präsidenten des brasilianischen Fussballverbandes Ricardo Teixeira hegt – der in seinem Land inzwischen durchgehend mit dem Begriff “Mafioso” belegt wird -, seitdem der heutige Barça-Präsident damals für Nike-Brasilien verantwortlich zeichnete. In Brasilien gehen viele Kommentatoren wie selbstverständlich davon aus, dass ein Teil der “für-nichts-Zahlungen” Rosells Uptrend Development auf Texeiras Privatkonten irgendwo auf der Welt zurück geflossen sind. Da muss man wohl auch nicht lange spekulieren.

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Ricardo Teixeira und “Sandro” Rosell: Innige Freundschaft bringt Gewinn

Es ist nicht der einzige Korruptionsskandal in den die beiden Latino-Schlingel Rosell und Teixeira verstrickt sind. Über einen anderen hatten wir schon im Februar 2012 berichtet: Klick. Brasilien-Reisen sollten sich für den amtierenden Barça-Präsidenten für längere Zeit erledigt haben, wenn er keinen gesteigerten Wert darauf legt, festgenommen zu werden. Zusammen mit dem vermeintlichen Millionen-Steuerbetrug rund um Leo Messi sollte die Anwaltsriege des FC Barcelona jetzt für eine Weile sehr gut ausgelastet sein. Das zumindest haben die beiden “FCB” gemeinsam.


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