Aktionsplan Holz lanciert Laubholz-Wettbewerb

Um der Nachfrage nach Produkten aus Laubholz neue Impulse zu geben, lanciert der Aktionsplan Holz des Bundesamts für Umwelt BAFU einen nationalen Laubholz-Wettbewerb. Gesucht werden Anwendungen im Bau und im Produktdesign.

Dank naturnahem Waldbau wächst in der Schweiz mehr Laubholz. Dieses wird jedoch nicht mit einer optimalen Wertschöpfung verarbeitet, sondern oft direkt verbrannt. Der Aktionsplan Holz des Bundesamts für Umwelt BAFU will mit einem landesweiten Laubholz-Wettbewerb eine bessere Verwertung des einheimischen Rohstoffs anstossen.

Was heute schon mit Laubholz machbar ist, zeigte die Veranstaltung „Bauen mit Laubholz", die am 12. November 2010 auf Einladung des Aktionsplans Holz an der Berner Hausbau- und Energiemesse stattfand. Dort wurden diverse schweizerische und internationale Beispiele präsentiert. So erläuterte ETH-Professor Mario Fontana ein Projekt für ein neues Laborgebäude mit Laubholz in Zürich. Forstrat Michael Schmidt von der Technischen Universität München zeigte aktuelle Entwicklungen in Mitteleuropa auf - konkrete Umsetzungen aus Forschung und Entwicklung. Und ein angelsächsischer Experte demonstrierte eindrücklich, wie sich „Hardwood" erfolgreich vermarkten lässt.

Zwar gibt es eine ganze Anzahl bewährter Anwendungen von Schweizer Laubholz, doch verschiedene Einflüsse drängen sie zurück; Aufträge für Bahnschwellen müssen international ausgeschrieben werden, Schreiner arbeiten Quelle: www.holzwurm-page.de">
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immer häufiger mit Verbundwerkstoffen. „Mit dem Laubholz-Wettbewerb wollen wir dem Markt von der Nachfrageseite her neue Impulse geben. Ich bin sehr gespannt, was da zusammenkommt", sagte BAFU-Vizedirektor und Jurypräsident Andreas Götz in seiner Eröffnungsansprache. Der Wettbewerb zeichnet Arbeiten aus, die folgenden Kriterien genügen:

Wettbewerbsbeiträge müssen bis 11. April 2011 eingereicht werden.

Der wachsende Laubholz-Anteil in den Wäldern ist eine Folge des in der Schweiz seit Jahren praktizierten naturnahen Waldbaus. Im Mittelland verbreiten sich zunehmend Laubmischwälder statt - wie früher aus wirtschaftlichen Gründen angestrebt - reine Fichtenwälder. Mischwälder sind stabiler gegen Windwurf und Käferbefall als artenarme Wälder. Zudem leben in Mischwäldern mehr Tier- und Pflanzenarten.

Das jüngste Landesforstinventar zeigt, dass das Holz aus dem Schweizer Wald zwar mengenmässig gut genutzt wird. Nadelholz wird sogar soviel geerntet, wie nachwächst. Doch das verstärkt anfallende Laubholz wird häufig ins Ausland exportiert oder direkt verbrannt. Der Bund strebt eine kaskadenförmige Nutzung des einheimischen Rohstoffs an: Zuerst soll das Holz verbaut, später zu Faserplatten o.ä. verarbeitet und erst am Schluss verbrannt werden.