Ad Astra

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Ad Astra

7Drama

Sehr verehrtes Publikum (Donnerwirbel) – die Oscar-Saison hat begonnen (Hier bitte pathetische Hans-Zimmer-Untermalung vorstellen)! Herzlich willkommen zu einer Review des neuen Brad-Pitt-Blockbusters Ad Astra.

Gezeigt wurde der Film einem guten gefüllten Saal voller erwartungsfreudiger Journalisten. Die Handys mussten vorher abgegeben werden und man wurde sogar einer Leibesvisitation unterzogen. Kurzum: Wir haben kapiert, 20th Century Fox gehört jetzt zu Disney – inklusiver entsprechender, etwas übertriebener, Sicherheitsvorkehrungen. Doch genug der Vorrede, betrachten wir also mal den Film.

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Roy McBride (Brad Pitt) hat ein schweres Erbe. Als Sohn der Weltraumlegende Clifford McBride (Tommy Lee Jones) hat er, der ebenfalls Astronaut wurde, große Schuhe zu füllen. Papa verschwand im Zuge einer Weltraummission vor 20 Jahren. Als nun eine Energiewelle nicht nur die Erde, sondern scheinbar das ganze Sonnensystem bedroht, keimt der Verdacht bei der NASA auf, dass der verschwundene Clifford McBride eventuell doch noch am Leben ist und mit der kosmischen Katastrophe etwas zu tun haben könnte. Also wird Sohnemann Roy rekrutiert zu den Sternen aufzubrechen und vom Mars aus in Richtung Neptun Kontakt zum Vater herzustellen. Um somit abzuklären was da eigentlich los ist. Eine gefährliche Mission für Roy mit einigen doppelten Böden.

Ad Astra von Regisseur und Autor James Gray macht von Anfang an klar, dass er mit dem Film nach den Sternen greifen möchte. Elegante Bilder, eine ruhige, unaufgeregte Erzählweise führen uns durch dieses existentielle Drama, das in Wahrheit ein einfacher Vater/Sohn-Konflikt ist. Dabei verlässt sich der Film – vor allem in der ersten Hälfte – etwas zu sehr auf Großaufnahmen von Brad Pitts bedrücktem Gesichtsausdruck. Pitts Performance wurde von der Fachpresse hochgelobt. Nicht zu unrecht. Er spielt den Vater-Sohn-Konflikt durchaus nuanciert, vor allem wenn er mal was anderes machen darf, als traurig durch die Gegend zu schauen. Kinematografisch ist Ad Astra natürlich Top. Wirklich schöne Bilder und Kamerafahrten wiegen einen angenehm in die Geschichte ein. Trotzdem kann man sich nicht so ganz dem Eindruck erwehren, dass das hier alles recht berechnend und etwas glatt auf Academy Awards ausgerichtet ist.

Regisseur James Gray, der zuvor schon mit Filmen wie The Lost City of Z oder We own the Night zu langweilen wusste, wünscht sich unbedingt so eine Goldstatue. Das merkt man dem Film zu jeder Sekunde an. Ob es gelingen wird bleibt abzuwarten. Letztendlich kann man sagen, Ad Astra ist gut gespielt und gemacht, aber inhaltlich doch eine dünnere Suppe als er vorgibt zu sein. Der Film wird weniger Science-Fiction-Liebhabern gefallen, als Fans von existenziellen Dramen im gut getarnten Sci-Fi-Mantel, wie sie in letzter Zeit gerne zur Oscar Saison rausgeworfen werden (Siehe Gravity, First Man, etc.). Kann man sich durchaus mal anschauen. Zum wirklich großen Kino fehlt aber (trotz aller Bemühungen) noch ein Stück.

Regie: James Gray, Drehbuch: James Gray, Ethan Gross, Darsteller: Brad Pitt, Liv Tyler, Ruth Negga, Tommy Lee Jones, Anne McDaniels, Donald Sutherland, Filmlänge: 122 Minuten, Kinostart: 20.09.2019


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