Abschwung oder Absturz?

Telepolis, 27.12.2012

Zum Jahresabschluss: eine Prise ökonomischer Kaffeesatzleserei für 2013

Alljährlich setzt gegen Jahresende das übliche Ratespiel der Wirtschaftsforschungsinstitute und mehr oder minder bekannter Experten ein, bei dem alle Beteiligten sich mühen, die Konjunkturaussichten für das kommende Jahr zu erhellen. Dabei haben die Vorhersagen unser modernen Konjunkturauguren in etwa dieselbe Substanz wie die Prophezeiungen ihrer Vorgänger aus dem Altertum oder der Steinzeit, als Schamanen, Orakel und Druiden den Verlauf der Zukunft aus Tiereingeweiden oder dem Schwalbenflug abzulesen hofften: die bis auf die Nachkommastellen präzisierten Konjunkturzahlen, mit denen der positivistische Mythos wissenschaftlicher Exaktheit und Präzision beschworen wird, haben die Aussagekraft eines Zufallsgenerators. Kaum eine Prognose unserer “Wirtschaftsweisen” tritt tatsächlich ein, wobei selbst die wenigen Treffer statistisch betrachtet auch dem schlichten Rateglück geschuldet sein können.

Link: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38268/1.html


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