81. Dschungel-Gedicht

Jede Generation hat ein Gedicht, das sie eint. Allan Ginsberg schenkte der Beat Generation in Howl ein poetisches Werk, das noch deren Enkel so bewegt, dass sie es gerade in den Kinos anschauen können. In dem Film Trainspotting spricht Ewan McGregor eine Startsequenz, die zum Ausdruck eines Protestgefühls Mitte der 1990er Jahre wurde und noch heute Menschen bewegt.

Diesen popkulturellen Bogen muss man aufspannen, um zu verstehen, was RTL am Montag abend (hier zum Nachschauen) aus dem australischen Dschungel sendete. Versteckt zwischen als Dschungelprüfungen bezeichneten Ekel-Aufgaben und kleinlichem Gezänk angeblich prominenter Menschen verbreitete der Sender ein poetisches Werk, das die im Ruhrgebiet geborene Casting-Kandidatin Sarah Knappik unter Tränen vortrug.

Es handelt sich vordergründig um die Klage eines Models (8. Platz in der dritten Staffel von Germanys Next Topmodel). In Wahrheit sind diese poetischen Worte aber eine Anklage gegen die Leistungsgesellschaft, gegen das System (in Knappiks Worten „die Brangsche“) und den permanenten Druck, der sogar gesundheitliche Schäden („irgendwelche Explosionen“) billigend in Kauf nimmt. / dirk-vongehlen, SZ



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