75. Bildstärke

In der arabischen Welt hat Lyrik einen anderen Stellenwert als bei uns. Man besitzt, ob Handwerker oder Ärztin, ob Politiker oder Straßenhändler, einen gewissen Fundus an auswendig gelernten Gedichten, die ganz selbstverständlich in Konversationen eingebaut werden.

“Mein Baghdad ist ein Lied” heißt es in einem der Gedichte in dem Band, oder “Ich erhielt einen Liebesbrief vom Mond”. Von den 29 Gedichten seien alle jene von arabischer Lyrik beeinflusst, so die Autorin, die die Zahl 1001 im Titel trügen: “1001 Stadt” oder “1001 Erinnerung”. (…)

Die Bildstärke ergibt sich bei Susanne Ayoub eher aus der Reihung der Worte. Wie überhaupt hier nicht das Vokabular die Lyrik ausmacht, sondern seine Setzung. Einzige Ausnahme ist ein verspieltes Gedicht namens “Muchter und Totter”, in dem “fürchtlind”, “schmalzart”, “mitmuttig” und “schwureidig” eine Mutter-Tochter-Beziehung allein durch die Aneinanderreihung neuer Worte zum Tänzeln gebracht wird. / ORF

Edition Milo - Liebe. Von der erfüllten, von der enttäuschten, von der vergangenen Liebe. Gedichte, Susanne Ayoub



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