7 häufige Fehler beim Rosenschnitt, die Rosen beschädigen

Geschnittene Rosen auf einem Tisch mit RosenschereBeim Rosenschnitt geschehen schnell Fehler. Diese können Sie mit dem richtigen Wissen gekonnt vermeiden.

Viele Gärtner lieben Rosen, gerade in Schrebergärten sind diese Pflanzen oft anzutreffen.  Um schöne Pflanzen im Sommer zu erhalten, müssen gerade in den Wintermonaten besonders gepflegt werden. Es gibt jedoch einige Dinge zu beachten, um Fehler beim Rosenschnitt zu vermeiden.

Einige Fehler beim Rosenschnitt macht jeder Rosengärtner im Leben. Damit Ihnen dies nicht passiert, sollten Sie folgende Fehler vermeiden:

  • Sie verwenden eine zu stumpfe Schere
  • Die Rosenstöcke werden von Ihnen zu stark oder schwach zurückgeschnitten
  • Sie setzen die Rosenschere zu dicht am Auge an
  • Einmal blühende Sorten zurückschneiden
  • Sie schneiden den Trieb an einer nach innen wachsenden Knospe ab

1. Einmal blühende Rosen kaufen

Ältere Rosenzüchtungen sind oftmals nicht mehr in der Lage mehrfach zu blühen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, um auch im nächsten Frühjahr blühende Rosen zu erhalten: Legen Sie die Knospen der Blüten im Vorjahr an. Dadurch entfalten Sie ihre gesamte Schönheit noch einmal im Frühjahr. Im Folgejahr erblüht die Rose jedoch nicht mehr. So können Sie aber zumindest die Lebensdauer um ein Jahr verlängern. 

2. Das falsche Werkzeug nutzen

Im Gartenbedarf bekommen Sie eine gute und scharfe Rosenschere ab 50 Euro. Es gibt auch günstigere Modelle, jedoch sollten Sie stets darauf achten, dass die Klingen auch scharf sind. Ansonsten schneiden Sie die Rosen nicht, sondern quetschen oder reißen sie ab.

Dadurch wird die Pflanze verletzt und das Wachstum kann stark beeinflusst und beschädigt werden. Reinigen Sie die Rosenschere auch immer wieder gründlich, um zu vermeiden, dass die Rose Keime oder Pilzsporen abbekommt, die auf der Schere saßen.

3. Den Abstand zum Auge nicht berücksichtigen

Als Augen bezeichnet man die Stellen an einem Seitentrieb der Rose. Diese sind beim Rosenschnitt wichtig. Die Augen sollten nicht zu dicht beim Rückschnitt im Frühjahr beschnitten werden. Die Triebe und Seitentriebe sollten stattdessen dicht über dem Auge abgeschnitten werden, aber nicht zu dicht, da diese sonst austrocknen können.

Hierfür können Sie den Trieb ca. fünf Millimeter über dem obersten Auge schräg nach unten schneiden. Dies verhindert, dass sich an der Stelle Wasser ansammeln kann. Dadurch würden Sie ungewollte eine Stelle für Krankheitserreger schaffen. 

Rosen Schnittfehler vermeidenDer Leitspruch weniger ist, mehr trifft bei Rosen nicht zu. Schneiden Sie hier eher rigoros ab, um die volle Pracht im nächsten Jahr wieder zu bewundern.

4. Der falsche Rückschnitt

Viele Gärtner stellen sich die Frage wie stark Rosen gestutzt werden können. Grundsätzlich gilt: Es wird mehr zurückgeschnitten, je dicker und kräftiger die Rose ist. Zarte Beet- und Edelrosen sollten im Frühjahr die fünf kräftigsten Triebe auf drei bis fünf Augen gekürzt bekommen.

Der Rest soll abgeschnitten werden. Schneiden Sie Strauchrosen maximal bis auf die Hälfte der Trieblänge zurück, denn ansonsten werden sich lange und leider auch instabile Triebe entwickeln. Kletterrosen hingegen werden nur leicht ausgedünnt. So vermeiden Sie Fehler beim Rosenschnitt.

5. Rosen zu zaghaft oder stark schneiden

Es ist abhängig von der Rosenart, wie groß oder klein der Rückschnitt ausfallen sollte. Zwerg-, Beet- und Edelrosen sollten nicht zu zaghaft geschnitten werden. Gerade bei diesen Sorten sollten maximal fünf Triebe zurückbleiben. Der Rest ist rigoros zurückzuschneiden

Gegenteilig verhält es sich bei Kletter- und Strauchrosen. Schneiden Sie Kletter- und Strauchrosen zu stark zurück, werden diese weniger üppig blühen. Daher wird von Gärtnern oft empfohlen, lediglich tote und kranke Äste zu entfernen und gesunde Triebe auch nur leicht zu stutzen.

6. Keinen Winterschutz für die Rose lassen

Viele Hobbygärtner möchten den Garten vor dem Winter ordentlich und aufgeräumt haben. Für den Winter muss auch alles zurechtgeschnitten werden, um Fehler beim Rosenschnitt zu vermeiden. Der Rose schadet es jedoch, wenn sie zu stark zurückgeschnitten wird. Bei Frost können die Triebe erfrieren. Daher bietet sich das Frühjahr für den Rückschnitt besser an. Vor dem Winter sollten lediglich zu lange, große und überhängende Äste entfernt werden, da diese unter der Schneelast zusammenbrechen würden.

Es bringt somit nichts, die Rosen zu früh zu schneiden, da diese sonst erfrieren könnten. Schneiden Sie die Rosen zu spät, nehmen sie ihnen viel von ihrer Kraft und schneiden gesundes Grün ab. Die Blüte der Forytie ist der ideale Zeitpunkt. Die Blüte ist je nach Region unterschiedlich. 

7. Warum sollten Rosen geschnitten werden?

Es gibt einige Aspekte, wie sich Fehler beim Rosenschnitt vermeiden lassen: individuelle Situation am Standort, die Rosenart und der Erwartung des Gärtners. Es gibt einige Grundlagen, um Fehler beim Rosenschnitt zu vermeiden:

Mann schneidet rote Rosen und zeigt Fehler RosenschnittTragen Sie beim Rosenschnitt immer passende Arbeitskleidung, um sich vor den Dornen zu schützen.

7.1 Selbstverjüngung fördern

In der Theorie hat jedes Auge die Möglichkeit, die Rose vollständig neu aufzubauen. Jedoch ist dafür ein Rückschnitt erforderlich. Entfernen Sie dazu die alten Pflanzenteile, denn die Pflanze muss die Möglichkeit haben, neu austreiben zu können. Die Pflanze bekommt mehr Licht und Kraft durch das Ausdünnen und steckt so ihre Kraft in gesunde Triebe. Schneiden Sie das tote und vertrocknete Holz 

7.2 Die Wuchsform steuern

Möchten Sie eine bestimmte Wuchsform bei Ihrer Rose erreichen, müssen Triebe, die nach innen wachsen, konsequent entfernt werden. Nehmen Sie den schwächeren Zweig an seinem Ursprung heraus, wenn Konkurrent entsteht. Wenn die Pflanze generell zu kompakt ist, sollten die Triebe heruntergebogen und fixiert werden, um das ganze Gewächs aufzulockern. Aus den Augen bilden sich senkrechte Triebe. Dadurch verbreitet sich der Busch auf Dauer. 

7.3 Neuaufbau erzwingen

Einen gänzlich neuen Aufbau der Pflanze können Sie erzwingen, wenn der Busch sehr rigoros zurückgeschnitten wird. Rosen werden komplett bei Vergreisung und jahrelang mangelnder Pflege zurückgeschnitten. Dies bedeutet, sie auf den Stock zu setzen. Es gibt oftmals keinen anderen Weg, wieder ein schönes und ansehnliches Exemplar aus dem Gewächs zu machen. Eine Rose kann oftmals aus einer Veredelung eingesetztem Auge neu austreiben. Bei einer alten Pflanze sollte die Veredlung jedoch an dem dicken Haupttrieb sitzenden Auge geschehen.

7.4 Verbesserung der Blattgesundheit

Eine ausgedünnte Rose ist besser durchlüftet und so können sich deutlich weniger Krankheiten wie Pilz und andere unschöne Dinge ansammeln. Durch eine Ausdünnung kann die Ausbreitung verschiedener Krankheiten verlangsamt und zum Teil auch gestoppt werden. Die Blätter erhalten deutlich mehr Licht und können sich dadurch auch besser entwickeln. 

7.5 Neue Blütenbildung anregen

An den Trieben bilden sich Blüten. Stehen der Pflanze nun weniger zur Verfügung, muss sie dort auch nicht so viel Energie hineinstecken und kann so schöne neue Blüten bilden. Das Herausnehmen schwacher Triebe macht sich gerade bei Edelrosen bemerkbar.

Damit sich Hobbygärtner lange Zeit an ihren Rosen erfreuen können, sollte die Schnittform der Rosenstöcke beachtet werden. Achten Sie darauf, dass Sie die Triebe nur über die nach außen wachsenden Knospen stutzen. Das Innere der Rosen sollte immer hell und luftig bleiben.


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