59. Schicksalsstücke

Die Lehre vom Dichter als Seher findet in Rilkes «Erster Duineser Elegie» zum rein pathetischen Ausdruck und lebt fort in Gottfried Benns Aberglauben, Walter Hasenclevers Horoskopen, Elsa Lasker-Schülers Stern-Signaturen und Hermann Hesses Zahlenmagie. Die endgültige metaphysische Ausnüchterung erfolgt im Zeichen Neuer Sachlichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Kunst wird nun zur Technik, Magie zur Mache, Vorsehung zum Zufall. Davon kündet Friedrich Kittlers selbstgebastelter Synthesizer ebenso wie Hubert Fichtes Wortfeld-Mathematik oder Robert Gernhardts Stachelschweinborsten-Poesie (aus dem Vorraum grüsst ratternd Hans Magnus Enzensbergers Poesieautomat herüber). Persönliche «Schicksalsstücke» haben u. a. Arno Geiger, Brigitte Kronauer, Martin Walser und Bazon Brock beigesteuert – als «Zufälle», an denen sie sich abarbeiteten, bis ihnen daraus ein Sinn entwuchs. / Andreas Breitenstein, NZZ 11.6.



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Kondenstrockner: Heizstab oder Wärmepumpe, Kapazität und Aufstellort
wallpaper-1019588
Luftentfeuchter: Welche Bauart für Wohnung, Wäsche und Keller passt
wallpaper-1019588
Raumthermostat und Steckdosenthermostat: Elektroheizung, Infrarot und Terrarium richtig regeln
wallpaper-1019588
Futonbett: Niedrig schlafen mit Rollrost, Futon oder Matratze