59. Drostepreisverleihung

Bereits für ihren zweiten Gedichtband, „Colloquium mit vier Häuten“ (1967) wurde sie mit dem renommierten Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Und auch die nachfolgenden Bücher erhielten wohlwollende Kritiken. Trotzdem ist Helga M. Novak, „eine der wahren Dichterinnen unserer Zeit“, wie der Kritiker Rolf Michaelis in einer Rezension ihres Bandes „Silvatica“ (1997) notierte, eine literarische Außenseiterin geblieben. Um mit Wolf Biermann zu reden: „Diese Dichterin ist schlimmer als nur verkannt, sie blieb einfach unbemerkt.“

Daran wird der Droste-Preis der Stadt Meersburg, den die 1935 in Berlin-Köpenick geborene Novak am Sonntag im Spiegelsaal des Meersburger Schlosses erhält, wenig ändern. Aber er setzt ein Zeichen. …

… Lyrik ist keine Option für die Masse. Das erklärt vielleicht die geringe Popularität der Dichterin, die in den 1970er- und 1980er-Jahren mit sprachlich eindrucksvollen und teils sehr persönlichen Liebes- und Naturgedichten etliche Bände füllte. Eine Auswahl ihres poetischen Oeuvres hat Michael Lentz unter dem Titel „wo ich jetzt bin“ 2005 bei Schöffling herausgebracht. Darin bricht der Schriftstellerkollege eine Lanze für die große Unbekannte: „Ihre Lyrik, besonders die späte, ist von einzigartiger suggestiver Kraft und bizarrer Schönheit“, heißt es im Nachwort. Vor zwei Jahren erschienen Novaks „Liebesgedichte“. …

Den Droste-Förderpreis, der ebenfalls am Sonntag überreicht wird, erhält die 1979 im sächsischen Grohenhaim geborene und in Berlin lebende Ulrike Almut Sandig. / Siegmund Kopitzki, Südkurier



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