40 000 Tote in deutschen Krankenhäusern

Das Land ist in Aufregung. Der Grund: Drei tote Babys in der Mainzer Uni-Klinik.
Zweifellos: Der Tod dieser drei kleinen, hilflosen Menschenkinder ist tragisch. Ebenso tragisch wie die wahrscheinliche Ursache - verunreinigte Nährlösungen oder Schläuche.
Trotzdem ist die Aufregung im Grunde unverständlich: Seit Jahren warnt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene und die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass es reichlich Ärzte und Krankenschwestern gibt, die das Waschen ihrer Hände für Zeitverschwendung hält.
Bundesweit einheitliche Hygienerichtlinien gibt es nicht, jeder macht oder macht nicht, was er will.
Die Folge: Nicht nur die drei Babys aus Mainz - rund 40 000 Menschen sterben jedes Jahr in deutschen Krankenhäuser an Infektionen, die sie sich erst dort durch mangelnde Hygiene geholt haben. Und das sind nur die von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene veröffentlichten Zahlen. Dunkelziffer: ungewiss. Und die Zigtausende, die die Infektionen durch dreckige Arzt- und Schwesternhände, nicht ordentlich desinfizierte Geräte, Schläuche etc. gerade noch überleben, sind auch nicht mit gerechnet.
In Mainz ist es nun im Zusammenhang mit dem Tod von drei Babys mal heraus gekommen. In den meisten Fällen, ob Baby oder erwachsener Patient, wird es vertuscht.
Sonst bräuchten unsere Gefängnisse zusätzliche Zellen für wegen Totschlags oder fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge verurteilter Menschen in Krankenhauskitteln...

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