39. Rosa Meinung

Dieser Text provoziert zunächst durch seine Drastik. Die rohe Benennung des weiblichen Ge­schlechts­organs gleich in der ersten Zeile scheint eine porno­grafi­sche Pointe vor­zu­bereiten. Die An­rufung des Geschlechts wird aber appli­ziert auf eine Insti­tution des Rechts. Bei dieser kalku­lierten Irri­tation bleibt es nicht. Ro­man­tik und Vul­garität, lyrische Feier­lich­keit und harte Zote stoßen in der ersten Stro­phe mehr­fach zusammen. Auf die paradox erschei­nen­de Kombi­nation der „Fotze“ mit dem „Land­gericht“ folgt zunächst ein fast begü­tigend-melancho­lischer Vers, in dem sich das Ich wie in den Gedichten Else Lasker-Schülers oder Emmy Ball-Hen­nings als „ein blasser Traum“ imaginiert. Darauf lässt Ann Cotten aber sofort wieder eine kämpfe­rische und radikal exhi­bitionis­tische Zeile folgen, die einen un­ortho­doxen Femi­nis­mus lanciert: „Frau ist alles, was ich kotze.“ / Michael Braun, Poetenladen, über das Gedicht “Rosa Meinung” von Ann Cotten



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Volt, Watt, Ampere berechnen: Der ultimative Rechner für Solaranlage, Wärmepumpe & Haushaltsstrom
wallpaper-1019588
Muttertags-Tipp: Himbeere trifft Schaumwein
wallpaper-1019588
Algarve News vom 20. bis 26. April 2026
wallpaper-1019588
[Manga] Manga Issho [5]