38. Schlechtes Gewissen

Die Poesie steht nicht häufig  Ehren. Schuld daran ist die Entfremdung, die zwischen dem dichterischen Werk und dem Tun und Treiben einer von materiellen Interessen beherrschten Gesellschaft anzuwachsen scheint. Eine Kluft, die der Dichter nicht beabsichtigt hat, doch hinnehmen muß, und die für den Gelehrten die gleiche wäre ohne die Nutzanwendungen der Wissenschaft. (…)

Und dem Dichter genügt, das schlechte Gewissen seiner Zeit zu sein.

Saint-John Perse, Nobelpreisrede 1960



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