31. “Entweder man liest Gedichte, oder man lässt es sein”

Die Welt ist überschaubar: Entweder man liest Gedichte, oder man lässt es sein. Deshalb brauche ich mich, als Verleger, nicht mehr zu kümmern um die, die nicht. Ich weiss, dass «die, die» sich unweigerlich einfinden, wenn es gute Gedichte zu lesen gibt.

Gedichte? Ja, wir sind wenige. Nein, wir leiden nicht darunter. Wir haben so viel: «Sic!», «kolik», «Krachkultur» und «Der Poet», die Editio­nen Rugerup, Qwertzuiopü und Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte, Engstler, Keicher und Klever, Kookbooks, Luxbooks und Roughbooks, «Lyrikwelt», «Planet Lyrik» und «Fixpoetry», die «Karawa.net», «Lyrikkritik» und «Lyrikline», das System «Brüterich» und die «Lyrikzeitung & Poetry News». Wir haben das Lyrik-Kabinett, die Literaturwerkstatt, das Kreuzwort und die Liedertafel der Sing-Akademie zu Berlin.

Gedichte? Ja, wir haben Sappho, die Dickin­son, H. D., Mayröcker, Erb, Köhler, Rinck und Wolf, das Wessobrunner Gebet, die Merseburger Zaubersprüche und den Lorscher Bienensegen, den von Kürenberg, die von Magdeburg und den von der Vogelweide, Hoffmann von Hoffmannswaldau, von Haller und von Droste-Hülshoff, Günther, Klopstock, Claudius, Goethe, Hölderlin und Eichendorff, Mörike, Rilke, Rimbaud, Baudelaire und George, Kästner, Benn und Brecht, Celan, Artmann, Pastior und Rosen­löcher, Stolterfoht, Donhauser und Waterhouse.

Gedichte? Ja, wir haben Gegenwart. Wir haben Kerstin Preiwuss, Johanna Schwedes, Daniela Seel, wir haben Christian Filips, Bertram Reinecke, Michael Fiedler und Konstantin Ames.

Gedichte? Ja, wir haben Zukunft. / Urs Engeler, Wochenzeitung



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