3 from Hell

3 from Hell

Worum geht's?

Wie durch ein Wunder haben Baby, Otis und Captain Spaulding zahlreiche Schusswunden überlebt. Die verbliebenen drei Mitglieder der Familie Firefly werden eingesperrt und grausamer Morde angeklagt. Doch das Gefängnis kann die Bluttaten nicht stoppen.

Wie ist der Film?

Rob Zombie schuf mit seinen ersten beiden Filmen „ Haus der 1000 Leichen" (2003) und „ The Devil's Rejects" (2005) zwei interessante, aufeinander aufbauende und sich ergänzende Horrortrips. Nach dem mittelmäßigen Remake „ Halloween" (2007) geriet seine einst vielversprechende Regiekarriere ins Straucheln, bis hin zum Totalausfall „ 31 " (2016). Nun hat sich Zombie aus mutmaßlicher Verzweiflung nochmal seinen beliebten Erstlingen zugewandt. „3 from Hell" ist die Fortsetzung von „The Devil's Rejects", die niemand gebraucht hat.

3 from HellZunächst lässt „3 from Hell" die bekannten Hauptfiguren zu Berühmtheiten aufsteigen. Das Thema Serienmörder-Kult, entfacht durch die Medien, in Anlehnung an reale Fälle wie Ted Bundy und Charles Manson, ist ein solider Ansatz. Doch schnell entgleitet dem Film jegliche Eigenständigkeit. Bald spult Zombie nichts anderes als eine Variation von „The Devil's Rejects" ab. Darsteller Sid Haig alias Captain Spaulding konnte aus gesundheitlichen Gründen nur kurz auftreten, weshalb das Drehbuch auf schmerzlich offensichtliche Weise umgeschrieben wurde. Das Ergebnis ist eine fast willkürlich anmutende Aneinanderreihung von Szenen mit stumpfen Dialogen; ein unrühmlicher letzter Eintrag in der Filmografie von Haig, der im September 2019 verstarb.

Die frühere Coolness der Killerfamilie Firefly scheint hier und da durch, doch etwas Neues hat Regisseur Rob Zombie nicht zu erzählen. Seine Inszenierung schwankt handwerklich zwischen Anarchie und Unbeholfenheit; derbe Gewaltspitzen verpuffen in einer unmotivierten Dramaturgie. Wie zu erwarten war, ist „3 from Hell" eine völlig überflüssige Fortsetzung. Eine Leichenfledderei, die Zombies populärste Eigenkreation nochmal eine Runde Gassi führt. Die Handlung wirkt dabei so planlos wie die Hauptfiguren selbst, deren Schicksal ja eigentlich schon besiegelt war. Was tot ist, lässt man eben besser ruhen.

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