27.06.2013: Einführung in die Arbeit mit neuzeitlichen Quellen (8)

27.06.2013: Einführung in die Arbeit mit neuzeitlichen Quellen (8)So. Dann hier noch schnell die "Einführung in die Arbeit mit neuzeitlichen Quellen". Zu Beginn des Seminars haben wir nochmal festgehalten, dass eine Quelle zunächst analysiert werden muss, um diese dann auszuwerten bzw. zu interpretieren. Trotzdem: eine vorhergehende Quellenkritik ist in der Regel oftmals schon ein Teil der Interpretation des Inhalts. 

In Bezug auf die Auswertungsfragen gibt es im Wesentlichen drei Variationen:


  1. Es existiert keine vorgegebene Fragestellung (hier sollte man sich auf das Auswertungspotenzial der Quelle konzentrieren und sich fragen, auf welche Fragestellungen die vorliegende Quelle Aufschluss geben könnte.)
  2. Es sind Fragen mit unterschiedlicher Reichweite möglich. Entweder beziehen sich diese auf Kernaspekte oder auch nur auf die Randaussage.
  3. Im Normalfall existiert eine vorgegebene Fragestellung.
Wichtig ist immer, sich zu fragen, ob noch weitere Quellen nötig sind, um die ausgesuchte Quelle vollkommen zu verstehen bzw. ob es Fragestellungen gibt, die durch die Quelle nicht beantwortet werden können.
Der Zusammenhang mit anderen Quellen
Vielleicht kann man die Quelle auch mit anderen Quellen vergleichen oder verbinden? Das sollte auch geprüft werden. Viellicht gibt es auch in der betreffenden Quelle selbst Hinweise auf andere Quellen? Kann ja auch sein... . Im Extremfall liegen zwei (oder mehrere) Quellen vor, die sich unter Umständen widersprechen. Hier stellt sich die Frage, welche Version glaubwürdiger ist bzw. ob bestimmte Aussagen verknüpft werden können. Sollte ein bestimmter historischer Sachverhalt ungeklärt bleiben, sollte hierauf in der Analyse hingewiesen werden, anstatt Behauptungen aufzustellen, die sich nicht belegen lassen.
Die Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur
  • Lassen sich die Thesen aus der ausgesuchten Primärquelle mit Hilfe der Sekundärlitertur bestätigen?
  • Stellen sich in der Primärquelle beschriebene Ereignisse als "falsch" heraus?
  • Existieren offene Fragen in der Forschung, die durch die zu behandelnde Primärquelle beantwortet werden?
  • Werden vielleicht sogar neue Fragen aufgeworfen?
  • Muss die angewendete Methodik geändert werden?
Je nachdem, wofür die Quellenanalyse letzten Endes verwendet wird, unterscheiden sich auch die empfohlenen Darstellungsvarianten.
Bei einer Quellenanalyse für den Eigenbedarf, sollten folgende Infos in jedem Falle enthalten sein...:
  • der Fundort
  • die Überlieferung (wie kam die Quelle zu mir?)
  • die äußere Beschaffenheit
  • die Informationen zum Autor
  • die Entstehungsgeschichte
  • der Inhalt (kurze Zusammenfassung)
  • die äußere und die innere Quellenkritik
  • die Interpretation und die Einordnung
  • die Edition und die Transkription des Quellentextes
Die Quellenanalyse als Teil einer Forschungsarbeit
Der Quellenarbeit wird im Rahmen einer Forschungsarbeit in der Regel ein komplettes Kapitel gewidmet bzw. sie taucht an einzelnen Stellen des Haupttextes (bei Bedarf) auf. Letzten Endes ist die Quellenarbeit (beispielsweise im Rahmen einer Bachelorarbeit) stark verkürzt dargestellt und beinhaltet im Wesentlichen die Kernaussagen.

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