156. Liebesgedicht

Nicht zuletzt weil ein Liebesgedicht meistens angewandte Kunst ist (das heißt geschrieben, um das Mädchen zu kriegen), entführt es den Autor in ein Extrem der Gefühle und wohl auch der Sprache. Die Folge ist, daß er sich selbst – seine psychischen und stilistischen Parameter – besser kennt als je zuvor, wenn er aus einem solchen Gedicht wiederauftaucht, was die Beliebtheit dieses Genres unter seinen Anwendern erklärt. Außerdem kriegt der Autor manchmal das Mädchen.

 

Joseph Brodsky, in: Der sterbliche Dichter. Über Literatur, Liebschafen und Langeweile. Aus dem Amerikanischen von Sylvia List. Frankfurt/ Main: Fischer 2000 (1. Hanser 1998, am. Ausg. New York 1995).

S. 138



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
7 Tage. 7 japanische Abendessen: Eine Woche japanisch kochen (Wochenplan Sommer Edition)
wallpaper-1019588
Algarve behauptet sich als zweitwichtigste Region für Luxusimmobilien
wallpaper-1019588
AJet Erfahrungen: Unser Flug von Trabzon nach Ankara im Test
wallpaper-1019588
Bergsport ab 50: Warum jetzt die besten Jahre am Berg beginnen