109. Lügen, warum nicht?

Er ist nicht zu verstehen ohne seine erste Profession. Zvonko Makovic, 1947 in Osijek geboren, hat an der Universität Zagreb einen Lehrstuhl für moderne Kunst und visuelle Kommunikation inne. So gibt es auch in seinem dichterischen Werk zahlreiche Bezüge zur bildenden Kunst. Die Betrachtung von Bildern, die seiner Meinung nach weniger lügen als Worte, hat einen direkten Einfluss auf seine Poetologie. Makovic ist ein skeptischer Phänomenologe. Er schaut die Dinge an, die ihn umgeben, er spricht ihre Namen aus – aber er zweifelt daran, dass damit viel gesagt ist.

Man kann Makovics Schreibverfahren mit den Techniken moderner Maler vergleichen, die ihre Gegenstände bis auf die Grundformen zurückführen wollen. / Volker Sielaff, Tagesspiegel

Zvonko Makovic: Lügen, warum nicht? Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2012. 100 S., 18 €.



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