103. Neuer Gedichtband von Hans Thill

Mit 55 Jahren legt er jetzt seinen erst vierten Lyrikband vor, den ersten seit sieben Jahren, als die „Kühlen Religionen“ erschienen und mit dem Peter-Huchel-Preis geehrt wurden. „Museum der Ungeduld“ nennt der Autor und Mitbegründer des Wunderhorn-Verlags die neue Sammlung. Die Ungeduld ist dabei die eigene wie diejenige einer rastlos gewordenen Gegenwart, und beide nimmt er sich vor, etwas näher zu betrachten, mit Geduld eben, gerade wie in einem Museum. …

Welt- und Kulturgeschichtliches hinterlässt seine Spuren ebenso wie Mythologisches und Märchenhaftes, daneben gibt es, mit kulturkritischem Nebensinn, eher Reales wie das „Brüllen“ der „Diesel aus Blech“. Solche Bilder können einen Sog entfalten, dem man sich nur schwer entzieht – was aber nötig ist, um die vielschichtigen und oft witzigen Bezüge nicht zu verpassen. Mehrmaliges Lesen kann das Dilemma lösen. Zum „Museum der Ungeduld“ werden die Verse dann buchstäblich.

Was ersieht man daraus? Jedenfalls gilt es, den An- und Widerspruch nie zu niedrig anzusetzen. „Lies/ die Wörter von den Mäulern der Hunde./ Pflanze einen geflügelten Wald“, heißt es am Schluss, gefolgt von einem mehrdeutigen „usw.“. Recht eindeutig aber klingt die Aufforderung am Beginn der Versfolge: „Lies“. Hinter diesem Anspruch sollte keiner zurückbleiben. / Thomas Groß, Mannheimer Morgen 24.9.



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