100% Lesen – Lesewoche für Daheimgebliebene [Tag 2+3]

100% Lesen – Lesewoche für Daheimgebliebene [Tag 2+3]Und weiter geht’s mit der Lesewoche für alle, die nicht zur Buchmesse nach Frankfurt fahren, heute gleich mit zwei Tagesaufgaben, weil es gestern wohl einfach nicht sein sollte. Die letzten zwei Tage waren lesetechnisch bei mir nicht gerade von großen Erfolgen bzw. Fortschritten gekrönt. Am Mittwoch habe ich spät abends die letzten vierzig Seiten von »Im Winter dein Herz« ausgelesen, gestern habe ich genauso spät erst mit »Die Liebe zu so ziemlich allem« begonnen. So viel zum Thema »100 Prozent lesen« ... ;) Dementsprechend fiel es mir gestern dann auch schwer, die aktuelle Tagesaufgabe von Skyline und TraumLilie zu erfüllen, weil ich dafür eigentlich gleich das neue Buch hernehmen wollte. Gelesen habe ich davon aber erst dreißig Seiten, weshalb ich dazu immer noch nicht viel sagen kann. Immer diese Luxusprobleme! :D Am Ende habe ich dann jedenfalls doch noch meinen letzten Hirnschmalz zusammengekratzt, um die Aufgaben von gestern und heute zu lösen – wenn auch nicht zum aktuellen Buch.
Aufgabe von gestern:
Stellt Euren aktuellen Protagonisten kurz vor. Wie sieht er aus, was sind seine Eigenschaften, wie ist er so vom Charakter, mit wem ist er unterwegs, wie sind seine Beziehungen zu anderen Figuren usw.

Der Protagonist in »Im Winter dein Herz« ist Robert. Während alle Welt drei Monate lang Winterschlaf hält wie die Tiere und die Welt in Schnee und Kälte liegt, bleibt Robert in diesem Jahr wach, obwohl ihm die dreimonatige Auszeit sicher gut getan hätte. Denn Robert, der zuvor in Hamburg wohnte, verbringt seine Tage derzeit in einer Klinik in Waldesruh, in der er seine Essstörung in den Griff bekommen sollte. Aber statt zu schlafen, macht sich Robert mit Kudowski, ebenfalls Patient der Klinik, und der Tankstellenkassiererin Annina auf den Weg nach München, wo Roberts krebskranker Vater im Sterben liegt. Seine beiden Weggefährten kennt Robert nicht gut, als Freunde kann man sie kaum bezeichnen. Eigentlich hat eher der Zufall sie zusammengeführt. Robert selbst scheint sehr in sich gekehrt und zurückhaltend, mit Angst vor dem Leben. Nicht nur die Folgen seiner Essstörung lassen ihn zerbrechlich wirken. Er hat immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein, oder nicht so gut wie andere. So sehnt er sich nach Liebe und Anerkennung, vor allem von seinem Vater, denn der hatte immer eine besondere Verbindung zu Roberts Brüdern, weil er mit ihnen die Liebe zum Fußball teilt. Im Gegensatz zu Robert, der nie ein Tor schießen konnte. Aber jetzt will er seinen Vater noch ein letztes Mal sehen, will ihm zeigen, dass er da ist und vielleicht auch, dass sein Vater – oder Robert selbst? – trotz allem stolz auf ihn sein kann.
Aufgabe von heute:
Stellt Euch vor, Ihr dürft das Buch, welches Ihr gerade lest, verfilmen. Wo würde es spielen? Wie würdet Ihr die Rollen besetzen? Welche Hintergrundmusik würdet ihr wählen? Würdet ihr Szenen raus kürzen? Welche Atmosphäre sollte der Film bekommen?

Das ist mal eine sehr interessante Überlegung! Ein Film zu »Im Winter dein Herz« würde wie das Buch in Deutschland spielen. Allerdings müsste man genug Schnee an die Drehorte karren und ein paar Straßen sperren, um das verlassene, einsame Winterschlaf-Feeling zu erzeugen, das im Buch allgegenwärtig ist. Statisten bräuchte man für diesen Film wohl nicht viele. ;) Ein großer Teil des Films würde auf der verschneiten Straße spielen bzw. in dem schwarzen Suzuki Samurai, mit dem die drei unterwegs sind. Außerdem gäbe es ein paar Szenen in München und einige in der Klinik in Waldesruh, die ich mir als abgelegenes Gebäude im Wald vorstelle, drumherum außer Bäumen nur eine Straße und die Tankstelle, in der Annina arbeitet. Unterlegt wären die meisten Szenen mit leiser, melancholischer Musik, um die winterlich-stille Atmosphäre zu unterstreichen. Nebenbei gibt es noch einige Rückblenden in die Vergangenheit der drei Figuren, die dann in etwas belebteren Kulissen spielen dürften, um den ganzen Schnee zwischendurch auch ein wenig aufzulockern.
Die drei Hauptfiguren zu besetzen, würde ich wohl dem Casting-Team überlassen. Spezielle Schauspieler hätte ich spontan nicht im Kopf. Es müssten vermutlich eher unbekannte, normale Gesichter sein, keine auf Hochglanz polierten Hollywoodstars. Für Robert bräuchte es einen hageren jungen Mann, der einen nachdenklichen und in sich gekehrten Menschen spielen kann. Von Annina habe ich keine bestimmte Vorstellung im Kopf, im Buch wird sie allerdings als türkischstämmig beschrieben, wobei sie ihre Wurzeln nicht besonders zu mögen scheint. Und Kudowski müsste das Gegenteil von Robert sein, ein grobschlächtiger Machotyp, der aber doch auch etwas liebenswertes an sich hat, wenn er seinen Humor durchblicken lässt.
Rauskürzen dürfte man aus dem Buch wahrscheinlich nicht viel, wenn man aus den 158 Seiten noch einen Film mit anständiger Länge machen möchte. Stattdessen sollte man vielleicht hier und da ein paar erklärende Szenen einfügen, die mir im Buch an einigen Stellen fehlten.
Jetzt sind die beiden Texte doch länger geworden als gedacht. Ich bin schon gespannt auf die Aufgaben fürs Wochenende – dann hoffentlich auch mit dem aktuellen Buch. ;)

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