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1 : 1Ich hab ja schon das eine oder andere Mal drauf hingewiesen, dass Österreich ein Knödelparadies ist. Auf einen Knödel hab ich bis jetzt allerdings vergessen, dabei liebe ich ihn heiß und innig, und bestelle ihn sofort, wenn ich seiner auf einer Speisekarte ansichtig werde (was außerhalb des Waldviertels leider nur selten passiert). Den Waldviertler Knödel mag nicht jeder, er ist flaumig aber gleichzeitig leicht gummiartig in seiner Konsistenz und ideal, um Bratensaft aufzusaugen.
1 : 1Gekocht hab ich ihn aber noch nie – ich war einfach zu bequem dazu: Der Waldviertler Knödel wird aus einer Mischung von rohen geraffelten und gekochten gepressten Erdäpfeln gemacht. Die rohen geraffelten Erdäpfel tendieren dazu, sich schnell zu verfärben, weshalb man sie in Wasser (versetzt mit etwas Essig oder Zitronensaft) reibt. Beim Mischungsverhältnis scheiden sich die Geister, ich hab mal mit der Version 1:1 begonnen mit der man nichts falsch machen kann. Und weil ich ein Feigling bin, habe ich zur Sicherheit einen Esslöffel Maizena in die Mischung geschummelt.
Auch der Chinakohlsalat, den ich als zusätzliche Beilage probierte, war ein Gedicht. Und so waren diesmal die Beilagen die wahren Stars des Abends.
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Waldviertler Knödel und Chinakohlsalat mit Kümmelrahm (zum Schweinsbraten)
ergibt 10 kleine Knödel
Knödel:
400 g rohe, mehlige Erdäpfel
400 g gekochte Erdäpfel (am besten am Vortag gekocht)
1 EL Maizena (zur Sicherheit)
Salz
Essig
1 : 1Salat:
1 kleiner Chinakohl
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Schnittlauch, gehackt
4 EL weißer Balsamico
4 EL Sonnenblumenöl
Salz und Pfeffer
100 ml Sauerrahm
1 Spritzer Zitronensaft
1/2 TL gemahlener Kümmel
1 EL gehackte Petersilie
Salz
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Die rohen Erdäpfel schälen. In eine große Schüssel kaltes Wasser und ein Stamperl Apfelessig geben. Die rohen Eräpfel ins Wasser raffeln. Die gekochten Erdäpfel schälen und passieren. Die geraffelten, rohen Erdäpfel abseihen und sehr gut auspressen, das Wasser auffangen. Die rohen und die gekochten Erdäpfel mit Maizena und Salz gut vermischen. Das Einweichwasser vorsichtig aus der Schüssel gießen, am Boden hat sich jede Menge Erdäpfelstärke gesammelt. Die kommt als zusätzliche Bindung zur Erdäpfelmasse. Mit nassen Händen kleine Knöderl formen. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Knöderl ins Wasser gleiten lassen und mindestens 20 Minuten lang mehr sieden als kochen lassen.
Die übriggebliebenen Knödel habe ich am nächsten Tag in grobe Scheiben geschnitten und angebraten. Sie waren die Grundlage für ein ordentliches Gröstl, eine Mahlzeit die es bei uns immer am Tag nach einem Schweinsbratlessen gibt.
1 : 1Für den Salat den Chinakohl vierteln, Strunk entfernen und den Chinakohl in nicht zu dünne Streifen schneiden. Mit Salz, Pfeffer, Schnittlauch und Knoblauch mischen. Den Balsamicoessig kurz aufkochen und über den Salat gießen. Sonnenblumenöl zugeben, alles gut vermischen und etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen.
Für den Kümmelrahm Sauerrahm mit Salz, Zitronensaft, Kümmel und Petersilie vermischen.
Salat in kleinen Schüsserln auf einem Klecks Kümmelrahm anrichten.
Übrigens: In den Waldviertler Wirtshäusern stehen die Knödel schlicht und einfach als Erdäpfelknödel auf der Speisekarte.
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