Zum sogenannten "Effektiven Altriusmus"

Ich habe endlich die Ideologie gefunden, die der Startpunkt für das ist, was ich für das Ergebnis einer Gehirnwäsche halte: Immer mehr Leute und Gruppen der westlichen Welt bewerten die dritte Welt höher als sich selbst:

Sie bewerten andere Kulturen höher als die eigene. Sie haben ihrer Religion abgeschworen, auf aufgeklärt gemacht, nur um sich dann "sensibel" und bereitwillig den Machtansprüchen extremistischer Religionsideologen zu unterwerfen. Sie fordern von mir Anerkennung der fremden Folklore, kritisieren mich aber heftig wenn ich deutschen Rap höre oder mir zu Karnevall Indianerfedern an den Kopf stecke.

Sie geben vor, auf eigenen Wohlstandszuwachs oder auch nur -sicherung verzichten zu wollen, bis global gleiche Lebensverhältnisse "hergestellt" sind (kennen wir vom Soli) - und nennen das "Gerechtigkeit".

Diese Ideologie nennt sich: "Effektiver Altruismus" und beansprucht die Entscheidungshoheit darüber, mit wem wir solidarisch zu sein haben und vor allem -und da kommt der Machtanspruch ins Spiel- wem wir spenden sollen.

Wenn du im Park siehst, wie ein Kind auf dem Eis einbricht, wirst du sofort hinlaufen und es retten. Aber hast du überlegt, ob du mit der eingesetzten Zeit nicht woanders mehr Leben retten könntest?

Klingt wie brutaler Schwachsinn, läuft aber in Pittsburgh unter "Philosophie", also "Erkenntnisliebe"..

Du sollst nicht für den Bettler an Deiner U-Bahn Station spenden sondern vorher ausrechnen, wo dein gespendeter Euro die höchste Wirkung haben wird - und dort spenden. Das läuft natürlich jedesmal -aber nur theoretisch- darauf hinaus, im Zweifel stets für Afrika oder Arabien zu spenden. Aber ich huste denen was. Ich spende natürlich vorrangig für die, die ich kenne. Meine Gründe:

- Hilfsbereitschaft basiert für mich auf Empathie und Verbundenheit. Meine Prioritäten lauten: eigene Familie, Verwandte und Freunde, mein Bezirk, meine Stadt, mein Land.
- Ich will Gewissheit, dass mein Euro bei den Hilfsbedürftigen ankommt.
- Ich bin nicht solidarischer als der Durchschnitt meiner Gesellschaft. Kriterium hierfür: Meine Steuern und Sozialabgaben.

Das führt in der Praxis dazu, dass ich nur in Einzelfällen zusätzlich spende. Denn ich zahle bereits überdurchschnittlich Steuern und Abgaben. Und ich bin damit permanent solidarisch, denn ich zahle mehr ein als ich zurückbekomme.

Nur in begründeten Einzelfällen spende ich zusätzlich für konkrete Projekte. Und dabei bleibt es.

Der große Widerspruch dieser rotgrünen Ideologie ist der folgende:

Wenn Ingenieure in der Umweltdebatte früher sagten, jede Solaranlage sei in Sonnenscheinstaaten besser angelegt, jede Windkraftanlage besser in windigen Regionen als in dem von-allem-etwas-Land Deutschland entgegneten Rotgrüne stets: Aber wir müssen mit gutem Beispiel voran gehen!

Und seht ihr: Genau so verhält es sich mit meiner Solidarität. Ich gehe mit gutem Beispiel voran. Wenn auch unter Zwang..

Und zuguterletzt: So etwas wie Altruismus gibt es nicht. Auch Helfen dient dem Ego: Gewissenserleichterung, Einflussnahme auf Hilfsallokationen.

Oder wie man beim Roten Kreuz sagt: "Helfen ist Herrschen".

Link: Wikipedia


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