Zum Nachdenken: Der Fanatismus

Fanatismus ist im Prinzip gar nichts neues, denn es gab ihn schon immer. Derzeit ist der islamistische Fanatismus einer der die Welt in Angst und Schrecken hält. Was sind die Gründe, dass Menschen so werden?

Glaube und Frust

Der Glaube an eine höhere Macht tut nicht zwangsläufig Menschen zu schlechten aber auch nicht zu besseren. Der religiöse Glaube ist eine menschliche Konstruktion die dazu dient sich etwas zu erklären, was sowieso kein Mensch wissen kann. Damit religiöse Menschen zu brutalen Fanatikern werden benötigt es den Faktor Frustration! Nicht nur religiöse und esoterische Heilslehren können Fanatiker ausbilden. Wie zum Beispiel nationalistische, kommunistische und sozialistische Ideologien können ebenso solche Menschen hervor bringen – siehe Baader-Meinhof-Komplex.

Wer unzufrieden mit sich und seiner Umwelt ist, entwickelt Frust, der in blinden Hass übergehen kann. Die Menschen haben deshalb keine Skrupel für ihren Glauben auch Menschen in Gefahr zu bringen bis zu töten. Selbst wenn es Menschen sind, die der Fanatiker nicht kennt, er lässt seinen Hass auf die gesamte Menschheit los und sucht Menschen, die seine Weltanschauung teilen. Sein Anführer (Leitbild) hat die Macht ihm beizubringen, wer Feind und freund ist.

Beispiele können an der japanischen Aum-Sekte gefunden werden, deren Mitglieder sich ihr aus Unzufriedenheit mit ihrem Leben anschlossen und manche davon zu Fanatikern wurden, die bereit waren Tausende Menschen mit Giftgas in der U-Bahn von Tokio zu attackieren. Daneben halfen etliche Anhänger mit, diese Anschläge erst möglich zu machen, mit Logistik und Beschaffung der Giftgase, Forschung, kauf von Waffen, Scheinfirmen gründen und führen usw.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn man in einem totalitären Staat zur Welt kommt, da will bewusst das System die Menschen zu bestimmten Fanatiker ausbilden.

Ein höheres Ziel

Der Glaube an ein lohnenswertes höheres Ziel reicht dem Fanatiker aus als Rechtfertigung. Er stellt es in der Regel nicht infrage, weil er blind daran glaubt. Zweifel werden blockiert bis aggressiv abgewehrt. Wenn der Eigene Freundes – und Familienkreis nicht dahinter steht, wird die Verbindung häufig gekappt. Fanatiker isolieren sich von der Welt und leben nur noch unter sich mit gleichgesinnten und das kann sehr abhängig machen und unfähig die Heilslehre kritisch zu hinterfragen. Sie können sehr gefährliche Aktionen planen, mit denen sie anderen Menschen schaden bis Umbringen.

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