Zu sehr mit uns selber beschäftigt?

Frage: Im Gegensatz zu Trendkirchen wachsen die meisten traditionellen Freikirchen kaum. Warum?
Antwort von Fritz Peyer (Rektor IGW International): Ein Grund liegt darin, dass viele Gemeinden ihren Auftrag, ihre Mission verpasst haben. Sie sind Kirche für sich und nicht Kirche für andere. Ein zweiter Grund ist sicher, dass sie nicht bereit sind, Fragen von heute theologisch neu zu überdenken und neu zu verkündigen.
(So gelesen in idea vom 14.9.11).

Es ist natürlich leicht, die Kirche(n) zu kritisieren, und Peyer bezeugt an anderer Stelle seine Solidarität zur Kirche deutlich genug. Auch ich weiss mich mit der Kirche verbunden, bin ein Teil von ihr – kritisiere mich also selber, wenn ich Dinge in Frage stelle. Und ich stimme Peyers Aussage grundsätzlich zu. Wir Frommen haben kaum Anschluss an die Gesellschaft; wir haben keine Antworten, weil wir die Fragen nicht kennen oder weil wir zu wenig durchdacht haben, welche Alternativen („Gegenkultur“) wir eigentlich leben sollten; wir sind zu sehr nach innen gerichtet, mit uns selber beschäftigt, wo wir auch nach aussen schauen sollten. — Mögen wir alle fleissig dazu lernen!



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