Zu Fuß von Gibraltar zum Nordkap

Europa von Süd nach Nord: Deutschland zu Fuß

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Deutschland zu Fuß

Am Dreiländereck mit Frankreich und Luxemburg setzte ich den ersten Fuß nach Deutschland hinein. Schengen auf dem gegenüberliegenden Ufer der Mosel bleibt noch eine Weile in Sichtweite, bis es hinter Weinbergen verschwindet.

Ein Pausentag in Trier auf den Spuren der Römer muss sein. Dann geht's rauf in die Eifel.

Tiefe Wälder im Wechsel mit sanft hügeligem Ackerland, und dazwischen immer wieder leuchtend gelb die Rapsfelder.

Meine Rhein-Überquerung auf einer stark befahrenen Brücke bei Neuwied ist leider weniger idyllisch. Doch auf der anderen Seite des Flusses fängt schon bald der Westerwald an, eine ziemlich dünn besiedelte Mittelgebirgsregion, in der man herrlich ungestört über sturmzerzauste Höhenrücken kraxeln kann.

Auf dem Rothaarsteig wird es nochmal so richtig kalt, und eines morgens Anfang Mai erwache ich im Schnee.

Auch Winterberg im Sauerland begrüßt mich frostig - nomen est omen.

Richtung Teutoburger Wald gibt sich die Landschaft wieder freundlicher. Durch prächtige Buchenwälder wandert man wie durch riesige grüne Hallen.

Dann erreiche ich den niedersächsischen Teil des Weserberglandes.

Hinterm Deister, dem nördlichsten deutschen Mittelgebirge, kommt Hannover in Sicht. Ich laufe quer durch die Stadt auf einem sehr schönen Wanderweg am Maschsee entlang.

Dann beginnt die norddeutsche Tiefebene. Schnurgerade Straßen über flaches Ackerland und endlose Forstwege durch Kiefernwald.

Lüneburger Heide wie im Bilderbuch gibt's rund um den Wilseder Berg etwa 60 km südlich von Hamburg. Man soll die Hansestadt von hier oben sogar sehen können, bei gutem Wetter. Ich sehe sie nicht, denn es schüttet wie aus Eimern. Doch irgendwie passt die nassdunstige Atmosphäre ganz gut zur Landschaft und den immer etwas geheimnisvoll geformten Wacholderbüschen. Ein paar Heidschnucken kommen sogar auch noch vorbei. Postkartenverdächtig!

Zwei Tage später stehe ich auf der Reeperbahn in Hamburg. Kontrastprogramm!

Der Alsterwanderweg führt mich bis zum nördlichen Stadtrand und dann beginnt Schleswig-Holstein. Malerische Reetdachkaten eingebettet zwischen Wiesen und Felder und immer wieder neugierige Kühe am Wegesrand.

So laufe ich sehr idyllisch der dänischen Grenze entgegen.

Am 3. Juni ist es soweit. Ich investiere meine letzten Euro in Eis und Cola in einem der grenznahen Shops, und dann sind dänische Kronen angesagt.

Weiterführende Links

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